Optimierte Strategie

Spezial Motek

Messe – Mit einer neuen Ausrichtung und vielen spannenden Themen peilt das Duo aus Motek und Bondexpo in diesem Jahr 1.000 Aussteller an. Diese haben wieder einige Neuheiten im Gepäck.

20. September 2017

Für ihre Messen Motek und Bondexpo hat Veranstalter Schall im vorigen Jahr einen völlig neuen Messegrundriss geschaffen. Diese Strategie wird 2017 beibehalten und entscheidend verfeinert. Zum einen soll sich der morgendliche Besucherandrang weiter entzerren und zum anderen sollen Fachbesucher kürzere Wege für eine weg- und zeitoptimierte Besuchsplanung vorfinden.

In enger Abstimmung mit dem neuen Ausstellerbeirat wurde die Ausstellungsstruktur behutsam angepasst. Dazu Projektleiter Rainer Bachert: »Mit der Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung der Messen beginnen wir die verfügbaren Hallen 3, 5, 7 sowie 4, 6 und 8 inhaltlich zu strukturieren. Die blockartige Anordnung der beiden Hallenstränge mit den geraden oder ungeraden Zahlen nutzen wir zur sogenannten modularen Teilsortierung. Im Klartext werden in jeder Halle künftig drei bis vier Themengruppen konzentriert und dem Fachbesucher als spezifische Leistungsshow präsentiert.«

Entgegen der bisher bewusst getätigten »gemischten Platzierung« bietet die klarere Strukturierung einen Überblick im Kompaktformat und zugleich ein passgenaues Informationsangebot. Die Planung des Messebesuchs wird per Spezial-Messeführer in Print und Online sowie über App und Internet unterstützt.

Alles belegt

Die angepeilte Marke von 1.000 Ausstellern dürfte erreicht sein. Die eingeplanten Hallen sind bereits weitgehend belegt. Der Branchentreff für die Produktions- und Montageautomatisierung findet mehr und mehr auch das Interesse von Anbietern und Anwendern aus spezialisierten Disziplinen wie Blech-, Kunststoff- und Holzbearbeitung, die Prüftechnik, Verpackung oder Intralogistik. Ausschlaggebend dafür sind überschneidende Prozesse und Digitalisierung sowie das steigende Leistungsvermögen der Handhabungs- und Robotersysteme.

Bei der Bondexpo findet das Entsprechung in Hybrid-Materialien, Faserverbundwerkstoffen und Composites. Für Besucher interessante Sonderveranstaltungen sind zum Beispiel die »Arena of Integration« oder das Ausstellerforum.

Effizient sein

Für fertigungstechnische Betriebe wird effiziente Automatisierungstechnik immer mehr zum entscheidenden Wettbewerbsfaktor. Darum zeigt IEF-Werner Handhabungslösungen, mit denen Anwender Prozesse wirtschaftlicher und prozesssicher gestalten können. Im Portfolio des Systemlieferanten befinden sich neben halb- und vollautomatischen Lösungen für schnelle Taktraten und dynamische Abläufe auch manuelle Einheiten zur Justage.

Mithilfe der Verstelleinheit Domiline können Anwender ihre Justageaufgabe, basierend auf einem ausgereiften Baukastensystem, einfach aufbauen und betreiben. Eine Busschnittstelle unterstützt dabei die immer häufiger vorkommenden Umrüst- und Rekonfigurationsarbeiten. IEF-Werner vereinfacht so, durch Speichern der Positionswerte, die Arbeiten bei häufig wechselnden Einstellungen.

Das Schwenkarmmodul Rotary Arm ist auf schnelle Taktzeiten ausgelegt. Auf Wunsch kann der angeschlossene Greifer mit einer zusätzlichen Drehachse ausgestattet werden. In Verbindung mit einer Lineareinheit ist der Rotary Arm somit ein schnelles Pick-&-Place-System für präzise Anwendungen bei geringem Platzbedarf.

Universal Robots agiert unter dem Motto »Do It Yourself: kollaborative Robotik aus dem Baukasten«. Komplette und individuelle Automationslösungen lassen sich bereits heute mittels Plug-and-Play-Komponenten realisieren. »Unser Ziel ist es, alles rund um kollaborative Robotertechnologie so einfach implementierbar und flexibel zu gestalten, dass wirklich jeder mit ihr umgehen kann, und zwar im Handumdrehen und ohne tiefgreifende Programmierkenntnisse«, sagt Helmut Schmid, General Manager Western Europe. UR zeigt dazu mehrere aktuelle Anwendungsbeispiele, die mit den drei Modellen der UR-Leichtbauarme umgesetzt wurden.

Verbesserte Leistung

Rodriguez konzentriert sich auf sein Angebot in der Lineartechnik, ganz besonders auf Elektrohubzylinder. »Gerade in der Automation und im Industrial Handling haben sich solche Bauteile in den letzten Jahren durchgesetzt und lösen zunehmend hydraulische und pneumatische Systeme ab«, erläutert Jörg Schulden, Geschäftsbereichsleiter Lineartechnik bei Rodriguez. »Die Anwender profitieren von einer verbesserten Maschinenleistung und können gleichzeitig die Kosten des Gesamtsystems reduzieren.«

Das Rodriguez-Sortiment ist vielfältig: von Heavy-Duty bis zu Standardausführungen, die sich je nach dynamischer Last, Hublänge und Geschwindigkeit, Antriebsart oder Montagekonfiguration unterscheiden. Auf Kundenwunsch passt Rodriguez die Systeme auch individuell an.

Balluff zeigt seine Neuheiten für die Robotik und die intelligent vernetzte Produktion, unter anderem, wie in Fertigung und Logistik mittels Traceability größtmögliche Transparenz und allumfassende Qualität gewährleistet werden kann. Ein Beispiel ist Choc-ID. Die speziell für Schokoladenproduktion entwickelte, modular aufgebaute Software-Lösung macht mittels RFID den Einsatz der Schokoladenformen rückverfolgbar. Das Tool hilft, die Formen zum bestmöglichen Zeitpunkt auszutauschen und die Produktion zu optimieren.

Zu sehen ist auch die weltweit erste integrierte Sicherheitslösung über den Kommunikationsstandard IO-Link und Profisafe, »Safety over IO-Link«. Sie vereint Automation und Sicherheit in einem System und ist zur Sensorebene hin offen und dabei auch noch einfach installier- und nachrüstbar.

Bei Pilz steht in diesem Jahr das Antriebsportfolio im Fokus. Dabei umfasst das Motion-Control-Portfolio komplette und energieeffiziente Lösungen für die Automatisierung: Die Steuerungssysteme PMCprimo bieten SPS- und Motion-Funktionalität sowie CNC-Funktionen und übernehmen innerhalb einer Anlage die Automatisierung inklusive Bewegungsmanagement für eine Vielzahl an räumlich getrennten, aber synchron geregelten Servoachsen. Soll die Applikation sicher sein, kann der Anwender mit der Sicherheitskarte PMCprotego S die Servoverstärker PMCprotego D zusätzlich um Safe-Motion-Funktionen erweitern.

Kontrolle per App

Mit smarter Vakuumtechnik will Schmalz seinen Kunden einen hohen Nutzwert bieten. Mittels einer ganz neuen App lassen sich diese zahlreichen Smart Field Devices auslesen und sogar beschreiben. Der Anwender kann beispielsweise den Vakuum- und Druckschalter VSi einfach und schnell über das Smartphone parametrieren oder Werte von einem Device auf andere übertragen. So verringert sich die Inbetriebnahmezeit um bis zu 75 Prozent. Zudem entfallen durch die App Anzeige- und Eingabemodule an den Greifsystemen, was wiederum die Beschaffungskosten um bis zu 40 Prozent verringert.

Erschienen in Ausgabe: 07/2017