Peek statt Hastelloy

Kostensenkende Materialinnovation von Knick

20. Oktober 2009

Wechselarmaturen gestatten bei der pH-Messung einen unkomplizierten Wechsel der Mess-Elektroden, die in sauren Medien starkem Verschleiß ausgesetzt sind. Auch die medienberührten Teile der Armaturen werden von den häufig aggressiven Medien angegriffen, weshalb sie meist aus Hastelloy gefertigt werden. Diese Legierung auf Nickelbasis ist in hohem Maße korrosionsbeständig und bietet hohe mechanische Stabilität, ist aber auch extrem teuer. Knick bietet hier mit Gehäusen aus kohlefaserverstärktem PEEK für seine Wechselarmaturen SensoGate und Ceramat eine kostengünstige Alternative.

Das kohlefaserverstärkte Peek (Polyetheretherketon), das Knick eigens für seine Geräte herstellen lässt, bietet bei chemischer Belastung, hohen Temperaturen und großem Druck eine vergleichbare Materialbeständigkeit und mechanische Festigkeit wie Hastelloy-Legierungen, kostet aber nur einen Bruchteil. Peek zeichnet sich durch hohe chemische Beständigkeit, ausgeprägte Wärmeformbeständigkeit und Härte aus. Unter Prozessbedingungen, bei denen extremer Druck und hohe Temperaturen herrschen, können aber auch Formkörper aus unverstärktem Peek aufquellen und sich verziehen. Deswegen verwendet Knick für seine Produkte die kohlefaserverstärkte Variante, die auch Extrembedingungen standhält und die absolute Formstabilität des Tauchrohrs und der anderen medienberührten Teile des Gehäuses garantiert. Die Teile werden in einem besonderen Spritzgussverfahren gefertigt, da sich aufgrund des Kohlefasergehalts mit spanenden Bearbeitungsverfahren keine absolut glatte Oberflächen erzielen ließen, die für eine lange Lebensdauer der O-Ringdichtungen aber eine zentrale Voraussetzung sind.