Perfekt auf der Platte

Relais – Mit seinen Relais für die Leiterplattenmontage versorgt Finder Anwender aus vielen Branchen, von der Antriebstechnik bis zur Solarenergie. Und alle können sich auf die Bauteile verlassen …

28. Mai 2019
Perfekt  auf der Platte
Leiterplattenrelais von Finder sind qualitativ hochwertig und sehr zuverlässig. (© Finder)

Das moderne Kommunikationszeitalter begann in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts mit der Telegrafie. Als ihr Erfinder gilt Samuel Morse – doch erst die Erfindung des Relais durch Joseph Henry im Jahre 1935 ermöglichte auch die Übertragung über sehr große Entfernungen, in speziellen Stationen wurden die eintreffenden Signale verstärkt.

Das Relais ist heute noch als elektromagnetisches Bauteil aus vielen Anwendungen nicht mehr wegzudenken. Qualitativ hochwertige Relais wie die von Finder sorgen dafür, dass die entsprechenden Geräte und Anlagen eine hohe Zuverlässigkeit aufweisen. Die grundlegende Funktionsweise als elektromagnetischer Schalter ist seit dem 19. Jahrhundert unverändert: Einerseits lassen sich damit vergleichsweise hohe Lasten sicher schalten und andererseits gewährt ein Relais eine galvanische Trennung zwischen Steuerleitung und Verbraucherseite.

Abhängig von der Anlagendimension sind sie in verschiedenen Bauformen erhältlich. Große Anlagen, bei denen eine große Zahl von Relais entsprechend viele Verbraucher versorgen, werden häufig in Schaltschränken untergebracht. Hier eignen sich vor allem Relais für die Montage auf DIN-Tragschienen und die separate Verkabelung.

Für sehr viele kleinere Anwendungen, bei denen die Steuerung nur einen geringen Platzbedarf hat, verwendet man sogenannte Printrelais. Diese sind für den direkten Einbau auf einer Leiterplatte konzipiert.

Die Montage und der elektrische Anschluss erfolgen hier gleichzeitig. Anstatt Printrelais fest einzulöten, sind auch Steckverbindungen möglich – beispielsweise mit den in der Automobilelektronik gebräuchlichen Faston-Verbindern. Sollen Printrelais doch einmal auf DIN-Tragschienen montiert werden, sind Relaistypen erhältlich, die in einen passenden Sockel gesteckt werden können, über den dann auch die Kontaktierung erfolgt.

Das Schalten von elektrischen Antrieben ist im Allgemeinen eine typische Relais-Anwendung. Je nach Antriebsart fließen beim Anlauf sehr hohe Ströme, die sicher geschaltet werden müssen. Hierfür kommen oft die Relais der Serie 45 von Finder zum Einsatz: Sie sind mit einem Schließer oder einem Öffner erhältlich und können mit einem maximalen Dauerstrom von 16 Ampere bei 250 Volt AC belastet werden. Während des Schaltvorgangs sind sogar Ströme bis zu 30 Ampere bei bis zu 400 Volt möglich.

Sicher getrennt

Die Relais gewährleisten eine sichere Trennung zwischen Spule und Kontaktsatz. Gängige Anwendungen hierfür sind etwa Torantriebe: Beim Einschalten des Antriebs können entsprechend hohe Einschaltströme fließen. Einphasige Antriebe mit einer Leistung bis zu 0,55 Kilowatt lassen sich mit den Printrelais sicher schalten. Neben Torsteuerungen kommen die Relais der Serie 45 auch in Saunasteuerungen oder in Haushaltsgeräten wie Waschmaschinen oder Wäschetrocknern zum Einsatz. Je nach Variante arbeiten sie bei Umgebungstemperaturen bis zu 125 Grad Celsius absolut zuverlässig. Der Typ 45 lässt sich direkt über die Leiterplatte kontaktieren. Alternativ sind auch Varianten mit Faston-250-Kontakten verfügbar.

Relais von Finder sorgen für eine hohe Zuverlässigkeit.

Meistens ist der Platz für die Steuerungstechnik allerdings begrenzt. Muss etwa die komplette Automatisierungstechnik in einem kleinen Gehäuse untergebracht werden, sollte auch die Leiterplatte entsprechend kompakt aufgebaut sein. Hier eignen sich die Printrelais der Serie 34, die lediglich fünf Millimeter breit sind. Dies gewährleistet Leiterplatten mit einer hohen Packungs- und Funktionsdichte. Für Fälle, bei denen die Relais nicht direkt auf die Leiterplatte gelötet werden, stehen Fassungen für die DIN-Tragschienenmontage zur Verfügung. Der Kontakt erfolgt hier wahlweise über Schraub-, Zugfeder- oder Push-In-Klemmen. Der Anwender kann die Printrelais einfach in die Fassungen einstecken. Ein Halte- und Demontagehebel erleichtert die Handhabung.

Typische Anwendungen für diese Art von Relais finden sich überall dort, wo kompakte Automatisierungslösungen gefragt sind. Da die Schaltspielzahl der Relais sehr hoch ist, setzt man sie auch für Anwendungen mit relativ häufig geschalteten Verbrauchern ein. Beispiele hierfür sind Lötanlagen, Heizgeräte oder -regler sowie Anlagen mit geschalteten Magnetventilen. Die Relais sind unempfindlich gegenüber Vibrationen oder Schockbelastungen und weisen kaum Kontaktprellen auf. Die Qualität sorgt für eine hohe Zuverlässigkeit in der Anwendung.

Hohe Anforderungen erfüllen

Das Schalten von Gleichspannungen stellt im Vergleich zu Wechselspannungen besondere Anforderungen an die verwendete Relaistechnik: Gerade durch den starken Ausbau von Fotovoltaikanlagen im Rahmen der Energiewende besteht hier ein sehr großer Bedarf. Aber auch Ladesysteme für Akkus und Schweißgeräte arbeiten mit Gleichspannung.

Relais wie die Typen aus der Serie 67 von Finder werden zum Beispiel in Solarwechselrichtern verbaut. Diese Printrelais haben entweder zwei oder drei Schließer, sogenannte Brückenkontakte, mit jeweils einem Kontaktöffnungsweg von kleiner gleich drei oder 5,2 Millimetern. Der maximal zulässige Dauerstrom beträgt 50 Ampere pro Kontakt bei einer Nennspannung von 400 Volt AC. Die Relais lassen sich mit allen gängigen Nennspannungen von fünf bis 110 Volt DC ansteuern. Dies erfolgt besonders energiesparend, denn die Nennleistung liegt je nach Typ bei 1,7 oder 2,7 Watt, die Halteleistung beträgt nur 170 Milliwatt.

Relais von Finder eignen sich für Anwendungen weltweit, dort wo sie direkt auf der Leiterplatte integriert werden sollen, bietet der Spezialist ein großes Produktspektrum an. Die Printrelais der verschiedenen Typen erfüllen dabei nicht nur die Normen für den europäischen (IEC) und nordamerikanischen Markt (UL), sondern haben auch viele weitere länderspezifische Zulassungen wie IMQ für Italien oder EAC für den eurasischen Wirtschaftsraum. Anwender profitieren zudem von der Qualität der Relais, die zu einer hohen Zuverlässigkeit der Anlage beiträgt. mkT

Erschienen in Ausgabe: 04/2019
Seite: 32 bis 33