Perfekt beleuchtet

Maschinenelemente

Maschinenleuchten - Beim Ausleuchten des Bearbeitungsbereichs von Maschinen zeigen konventionelle Halogenstrahler bauartbedingt Schwächen. Beleuchtungen mit LED-Technologie sind stark im Kommen.

31. August 2010

Mit der Einführung der Millturn-Technologie hat sich der Linzer Maschinenbauer WFL einen guten Namen gemacht. Der Begriff Millturn steht dabei für das Fräsen (Milling) und das Drehen (Turning) in einer Aufspannung. So hat die Firma WFL die Integration von mehreren Bearbeitungstechnologien in einer CNC-Maschine nicht nur erfunden, sondern ist weltweit auch der einzige Hersteller solcher multifunktionaler Dreh-Bohr-Fräszentren.

Mit dieser Technologie können bis zu 70 Prozent Durchlaufzeit und gut ein Viertel der Fertigungskosten einspart werden. Verschiedene Unternehmen aus den Bereichen Aerospace, Automotive und Schifffahrt nutzen die technischen und wirtschaftlichen Vorteile der Millturn-Technologie, ebenso wie Druckmaschinen-, Kunststoffmaschinen- und Werkzeugmaschinenhersteller.

Gutes Licht mit LEDs

Zur Ausleuchtung des Bearbeitungsbereichs in seinen Maschinen hat WFL bisher Halogenstrahler eingesetzt. Allerdings erlaubt die große Bauform der Halogenstrahler nur eine unzureichende Platzierung im Bearbeitungsbereich. Auch ist die Lebensdauer der Leuchtmittel relativ kurz, und die hohe Temperaturentwicklung wirkt sich im Betrieb negativ aus. Denn je länger die Bearbeitungsdauer ist, desto stärker kann sich das Werkstück erwärmen, und eine präzise Fertigung ist dann nicht mehr sichergestellt.

Bei der Suche nach einer besseren Beleuchtungslösung für den Bearbeitungsbereich ist WFL auf die Firma Waldmann gestoßen. Waldmann präsentierte eine Lösung, die exakt dem Anforderungsprofil entsprach und darüber hinaus zum hohen Innovationsanspruch von WFL passte: die Head Led. Head Leds haben einen Gehäusedurchmesser von 49,5 Millimeter und eine Höhe von 23 Millimeter. Aufgrund der minimalen Bauform bieten sich Adaptionspunkte im Bearbeitungsbereich an, die für die Platzierung von Leuchten bisher undenkbar gewesen sind, zum Beispiel direkt auf dem Dreh-Bohr-Fräskopf. Die richtige Montageposition und der Abstrahlwinkel wurden von Waldmann und WFL gemeinsam definiert: Rechts und links vom beweglichen Dreh-Bohr-Fräskopf befindet sich je eine Head Led. So fährt das Licht immer mit. Das Werkzeug und das Werkstück werden so in jeder Situation immer perfekt ausgeleuchtet.

Sichere Beleuchtung

Zusätzlich hat Waldmann für die Head Led eine Speziallinse entwickelt, deren Optik auf dem Prinzip der Fresnel-Linse basiert – diese kennt man von Leuchttürmen. Neben einer hohen Leistung erfüllt die Leuchte weitere Anforderungen für den rauen Einsatz im Bearbeitungsbereich: Das Gehäuse ist verschleißfest, unempfindlich gegenüber Schmier- und Kühlmittel, resistent gegen Spanbeschuss und wasserdicht nach IP67. Das Schutzglas ist unempfindlich gegenüber Metallspänen, die mit hoher Geschwindigkeit auf die Leuchte prasseln. Aufgrund der niedrigen Wärmeentwicklung brennen keine Schmier- und Kühlmittel in das Schutzglas ein, denn LEDs geben keine Wärmestrahlung ab. WFL ist stolz auf diese lichtstarke Lösung für den Bearbeitungsbereich in der CNC-Maschine. Über den Einsatz weiterer Waldmann-LED-Innovationen wird bereits diskutiert, zum Beispiel die neue Flat Led zur Ausleuchtung der Werkzeugmagazine.

Ulli Priemer/csc

Fakten

-Die Waldmann GmbH, aus Villingen-Schwenningen, ist ein führender Hersteller von Beleuchtungskonzepten.

-Die Lichtingenieure von Waldmann entwickeln Beleuchtungssysteme für den europäischen, US-amerikanischen und asiatischen Markt. Das Produktportfolio umfasst Beleuchtungen für den Arbeitsplatz in allen Branchen und Einsatzgebieten.

Erschienen in Ausgabe: 06/2010