Perfekte Composites

Pam Composites 2016 von Esi bietet Werkzeuge, mit denen Entwickler und Fertigungsingenieure die Produktion von Verbundwerkstoff-Komponenten steuern und Fehler vermeiden können. Neu ist beim Release 2016 die statistische Versuchsplanung, mit der sich Fertigungsprozesse mit Blick auf Parameterschwankungen verbessern lassen.

20. Oktober 2016

Mit Pam Composites 2016 offeriert Esi eine Sammlung von Modulen zur Vorhersage, Auswertung und Korrektur von Fertigungsfehlern, die bei der Produktion von Verbundwerkstoff-Komponenten auftreten können. Entwicklungs- und Prozessingenieure sollen dadurch die Ursachen von Problemen erkennen und abstellen oder reduzieren können. Simulierbare Prozesse sind Drapieren, Tiefziehen von Thermoplasten, Liquid Composites Molding, Resin Transfer Molding und Aushärten. Neu im Release 2016 sind zwei robotergeführte Drapierverfahren: Automated Fiber Placement (AFP) und Automated Tape Layering (ATL).

Eine neu eingeführte Funktion ist die "statistische Versuchsplanung" (Design of Experiments). Damit lassen sich Schwankungen bei den Werkstoff- und Produktionsparametern untersuchen. Das soll Ingenieuren ermöglichen, die Einflussparameter zu verbessern und so die Prozessstabilität zu steigern. Ebenfalls neu ist die Funktion "Die Spotting" (Werkzeug-Retuschierung). Mit der lassen sich vorhandene Werkzeuge automatisch so anpassen, dass ein perfekter Kontakt mit dem Bauteil entstehen soll. Das soll die bei warmgeformten Faserhalbzeugen ("Organoblech") häufig zu beobachtende Brückenbildung verhindern, die in Bereichen auftritt, wo Harzmigration und nicht ausreichende Verdichtung zu sichtbaren Fehlern führen. Ingenieure können so auch das Auftreten von Bereichen mit niedriger Faserkonzentration oder die Ausbildung von Fließkanälen während der Harzinjektion oder -infusion vermeiden.