Perfekte Kombi

CAD CAM

Hardware – Für Kreative und Konstrukteure erscheint mit dem Dell Canvas 27 ein neues Eingabegerät auf dem Markt. Als Begleiter steht ihnen eine leistungsfähige neue All-in-One-Workstation zur Seite.

07. März 2017

In den Entwicklungsschmieden der Hardware-Hersteller entstehen laufend neue Ideen, um das Design industrieller Lösungen zu vereinfachen. In einem aktuellen Fall hat sich Dell mit der möglichst einfachen, aber kreativen Eingabe von Daten und komfortablen Bearbeitung von Plänen und Entwürfen beschäftigt.

Der Canvas ist eine neuartige horizontale digitale Arbeitsfläche. Er ist eine Weiterentwicklung des Smart-Desk-Konzepts von Dell und bietet eine neue Kategorie der Smart-Workspace-Technologie, die Content-Entwickler und Designer bei ihrer kreativen Arbeit optimal unterstützt und die Produktivität erhöht.

Der Canvas lässt sich mittels Touch, Stift oder Totem bedienen. Bei den Totems handelt es sich um frei bewegliche Drehknöpfe, deren Funktion durch die jeweilige Applikation definiert wird. Sie werden direkt auf der Oberfläche platziert und der Anwender kann so Teile der Darstellung verrücken oder drehen. Generell sind mit dem Totem eher einfache Manipulationen möglich. »Er hat nicht die Freiheiten und Möglichkeiten einer 3D-Connection-Space-Maus«, sagt Peter Beck, Field Marketing Manager Workstation and Rugge bei Dell. »Durch die flexible dreifache Bedienung integriert der Canvas aber das Zeichnen nahtlos in einen digitalen Workflow.« Auf dem Gerät sind für den Anwender Werkzeugleisten, Stücklisten oder Skizzen hinterlegt, mit dem der Anwender sein Design anfertigt. Sobald er dieses bestätigt, landet es auf der Workstation. Die Ansichten können sich dabei auch unterscheiden.

Der 27 Zoll große QHD-Smart-Workspace kann schräg oder flach auf einem Schreibtisch eingesetzt werden, sodass Benutzer ihre Ideen auf natürliche Weise wie mit Stift und Papier aufzeichnen können. Der Canvas lässt sich auch als reines Ausgabegerät, wie zum Beispiel für Präsentationen, nutzen – dazu gibt es einen passenden Ständer. Üblicherweise liegt er aber als Alternative zum Touchdisplay auf dem Tisch, denn Studien besagen, dass es besser ist, die Hände bei der Arbeit möglichst flach zu halten. Außerdem sind dabei beide Hände frei und das Display der Workstation bleibt sauber.

Peter Beck: »Der Canvas ist primär konzipiert als Eingabegerät für den Kreativbereich und erst in zweiter Linie für die reine Konstruktion. Er lässt sich aber problemlos in Softwarelösungen unserer Partner Adobe, Autodesk, Dassault Systèmes oder Microsoft einbinden. Schnittstellen dazu sind aktuell in Arbeit.« Über diese Einsatzmöglichkeiten definieren sich auch die Zielgruppen, also Designer, Entwickler und Konstrukteure.

Entwickelt wurde das Gerät in Partnerschaft mit Microsoft und wird von nahezu jedem Windows-10-Gerät unterstützt. Die Spezifikationen sind wie bei einem Rechner: Der Canvas hat eine Größe von 27 Zoll, ein Format von 16:9 und eine Auflösung von 2.560 x 1.440 Pixeln.

Workstation als Partner

Als idealer Partner dient eine Precision-Workstation von Dell, ein Rechner ist als betreibendes Element zwingend notwendig. »Mit unserem neuen 5720 als Compagnon zum Beispiel bekommt der Anwender eine optimale Kombination. Er kann auf dem Canvas designen und die Ergebnisse dann auf dem leistungsfähigen Computer verarbeiten. Prinzipiell ist er dabei aber herstellerunabhängig«, sagt Peter Beck.

Die Precision-Workstation 5720 von Dell ist als All-in-One-Gerät ausgelegt und auf Basis des Consumergeräts XPS 27 entstanden. Beim diesem Modell mit seinem sehr aufgeräumten Arbeitsplatz sorgen jetzt zwei Karten von AMD für eine leistungsfähige Grafik. Dies berücksichtigt professionelle Ansprüche genauso wie das 4k-UHD-Touchdisplay mit 3.840 x 2.160 Bildpunkten oder die integrierten Intel-Xeon-Prozessoren der siebten Generation. Der Verkauf des Dell 5720 startet ab April in den USA zu einem Preis ab 1.599 US-Dollar, soll wenig später aber auch in Deutschland verfügbar sein.

Dell-Geräte wie die beschriebene Kombination sind bei kreativen Anwendern hoch im Kurs. »Wir sind seit Jahren eng mit Dell aus Ausrüster verbunden, weil die Geräte robust, zuverlässig und leistungsfähig sind und darum für unsere Zwecke ideal geeignet. Außerdem ist der Service äußerst gut«, sagt Matt Finke, Gründer und Geschäftsführer des Veranstalters Loop Light aus Marburg. »Wir produzieren mediale Inszenierungen. Unser Ansporn ist, Menschen zu berühren und zu begeistern – ihnen eine Gänsehaut zu verschaffen. Unser Portfolio umfasst Planung, Entwurf und Durchführung vor Ort. Dell hilft uns dabei. Showtime ist Showtime und da können wir uns keine Verzögerungen oder gar Ausfälle leisten.«

Die Systeme von Loop Light sind immer unterwegs, jedes umrundet die Welt im Schnitt dreimal. Die Laufzeit beträgt meist zwei Jahre, dann wird die Technik komplett ersetzt. Finke schätzt neben der unschlagbaren Robustheit vor allem sehr hohe Performance der Workstations. »Als Rekord haben wir an ein einziges System aus Komponenten von Dell 24 Monitore angeschlossen, auf denen wir ruckelfrei Videos abgespielt haben.«

Der Canvas ist für ihn eine schöne Möglichkeit, mit der die verantwortliche Person in einer Präsentation aktiv eingreifen und navigieren kann. »Das gibt gestalterische Freiheiten und eine gute Kontrolle in großen Shows, die wir zum Beispiel für Automobilhersteller konzipieren«, sagt Finke. Außer für Präsentationen kann er sich das Eingabegerät auch in industriellen Umgebungen vorstellen. Ein Schwerpunkt wäre zum Beispiel die digitale Wegweisung im Werksgelände oder optimal angefertigte Anweisungen für Mitarbeiter in einer Produktion.

Ein zweites Einsatzfeld für den Canvas ist laut Jan Fiedler, VFX-Producer bei Pixomondo aus Stuttgart, die Virtual Reality (VR): »Wir könnten uns vorstellen, das Eingabegerät für Konfiguratoren in großen Autohäusern einzusetzen, um potenziellen Käufern die Fahrzeuge schmackhaft zu machen. Man begreift schnell durch Bewegung. Für Siemens haben wir eine neue Bahn auf Basis der Inspiro-Plattform virtuell designt. Sie ist komplett begehbar und mit zahlreichen Kommentaren versehen. Zudem kann der Kunde in dem Konfigurator Modifikationen einfließen lassen. Das lässt sich jederzeit auch auf Maschinen und Anlagen übertragen. Zum Beispiel wird es demnächst auch möglich sein, Stücklisten, Parameter oder gar 3D-Zeichnungen zu hinterlegen.« Auch hier sei der Einsatz des Canvas denkbar.

Die Spezialität von Pixomondo sind visuelle Effekte, also alles, was man nicht drehen kann. »Neben der Arbeit für Spielfirme und Serien sind wir auch in industriellen Einsätzen zu finden«, erzählt Fiedler. „Wir sind zudem in der Lage, Echtzeit-Grafiken zu erstellen, statt langwieriges Rendering zu betreiben, und springen ein, wenn man nicht einfach mal ein Modell bauen kann.«

Dazu benötigt Pixomondo sehr starke Geräte mit sehr leistungsfähigen Grafikkarten. Alle 450 Mitarbeiter weltweit arbeiten darum mit mobilen und festen Workstations von Dell. »Unser Partner hilft uns stets dabei, die Systeme auf unsere Bedürfnisse anzupassen.«

Das komplette Dell-PC-Portfolio basiert nun auf Microsoft Windows 10 sowie den neuen Intel-Core-Prozessoren der 7. Generation. Alle Client- und Commercial-Produkte von Dell unterliegen seit kurzem einer einheitlichen Namensgebung. Es gibt die 3000er-Serie für preisbewusste Käufer, alle Produkte mit einer 5 davor laufen unter dem Claim »klein und leicht« und mit der Reihe 7000 präsentiert das Unternehmen High-Performance-Ausführungen. Diese Einteilung gilt auch für die Workstations. 

 

Mit seinen Desktops, Notebooks, 2-in-1-Geräten, Thin Clients, leistungsfähigen Workstations, Ruggedized-Geräten für Spezialumgebungen, Monitoren, Endpunkt-Sicherheitslösungen und -dienstleistungen gibt Dell Endanwendern von heute alles, was sie benötigen, um sich ortsunabhängig und zu jeder Zeit sicher zu verbinden, produktiv zu sein und mit Kollegen zusammenzuarbeiten. Als Teil von Dell Inc. versorgt Dell seine Kunden, angefangen beim Endbenutzer bis hin zu Unternehmen jeglicher Größe, mit dem branchenweit umfassendsten und innovativsten IT-Portfolio.

Erschienen in Ausgabe: 02/2017