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Werkstoffzentrum Rheinbach auf der Euromold 2008

24. September 2008

In diesem Jahr zeigt das Werkstoffzentrums Rheinbach (WZR) auf der Euromold keramische Prototypen und keramische Beschichtungen. Zudem veranstaltet es das „Werkstoff-Forum“, die Sonderschau „Werkstoffe und Formgebung“ und organisiert den Gemeinschaftsstand „Markt der Möglichkeiten“, auf dem zehn Firmen aktuelle Innovationen aus dem Bereich der Werkstofftechnik präsentieren.

Das Unternehmen setzt auf zwei Schwerpunkte: Produktentwicklung auf der Basis keramischer Werkstoffe mit Hilfe des Rapid Prototyping und Oberflächen-Veredelung durch Aufspritzen keramischer Schichten. „Beide Themen“, so Firmenchef Wolfgang Kollenberg, „gewinnen für die Arbeit der Entwicklungsingenieure derzeit wachsende Bedeutung“.

In der Keramik-Branche nimmt das WZR sowohl beim Rapid Prototyping als auch beim Coating eine führende Rolle eine. Es gehört in Europa beispielsweise zu den wenigen technischen Dienstleistern, die mit dem 3D-Druck das derzeit schnellste RP-Verfahren für Keramik-Entwicklungen anbieten. Diese digitale Fertigungstechnologie verzichtet auf Formwerkzeuge und bezieht die für das Bauteil nötigen Geometriedaten aus den Datensätzen etablierter 3D CAD-Systeme. Mittels Flüssigbinder errichtet ein 3D-Drucker aus Keramikgranulat schichtweise den Prototypen; das Verfestigen erfolgt durch Sintern. Die Methode erlaubt die schnelle, preiswerte Herstellung komplexer Objekte: Ein 3D-gedruckter Keramik-Prototyp ist in etwa drei Tagen fertig, womit sich die gesamte Entwicklungszeit um Wochen reduziert.