PLM für den Kühlschrank

Siemens PLM und BSH Hausgeräte wollen zukünftig bei der industriespezifischen Softwareentwicklung zusammenarbeiten. Während Siemens PLM so besseren Einblick in die Abläufe der Hausgeräteindustrie gewinnen will, verspricht sich BSH an die Unternehmensbedürfnisse angepasste Tools.

20. September 2016

Siemens PLM und BSH Hausgeräte arbeiten jetzt bei der Konzeption von PLM-Software zusammen. Die Unternehmen haben laut Verlautbarung die gleichen Vorstellungen von Industrie 4.0 und IIoT (industrielles Internet der Dinge) und wollen auf dieser Basis zusammenarbeiten bei Software für die Hausgeräteindustrie. Die Unternehmen sind quasi alte Bekannte: BSH war 1967 unter dem Namen Bosch Siemens Hausgeräte als Joint-Venture gegründet worden. Im Januar 2015 zog sich Siemens zurück, sodass sich der europäische Marktführer für Hausgeräte nun allein im Besitz der Bosch-Gruppe befindet.

"Die Herausforderungen, denen wir als Unternehmen im Zuge der Digitalisierung begegnen, machen einen neuen Ansatz für Entwicklungs- und Produktionsprozesse unabdingbar. Optimierte PLM-Prozesse sind dafür das A und O“, so Joachim Reichel, CIO bei BSH Hausgeräte. „Gemeinsam mit unserem langjährigen PLM-Partner setzen wir diese neuen Prozesse in die Realität um. Die Softwarelösungen von Siemens sind bereits ein integraler Bestandteil unserer IT-Strategie. Die Vereinbarung einer strategischen Partnerschaft unterstreicht daher unsere gegenseitige Verpflichtung für eine gemeinsame Zukunft.“

BSH baut sein Angebot an vernetzten Hausgeräten aus, die in ein "Smart Home" eingebunden werden sollen. Auch bei solchen Funktionen soll die PLM-Software von Siemens unterstützen. Für Siemens eröffnet sich durch die Abstimmung mit großen Kunden wie BSH die Möglichkeit, strategische Ansätze in dieser Branche auf Gültigkeit zu überprüfen.