PLM trifft A&D

AKQUISITION - »Die Übernahme von UGS ist ein konsequenter Schritt in die Zukunft der Automatisierung über die gesamte Wertschöpfungskette«, sagte Helmut Gierse, Vorstandsvorsitzender des Siemens-Bereichs A& auf einer Fachpressekonferenz in Frankfurt.

30. März 2007

Erklärtes Ziel der 3,5-Milliarden-Euro-Akquisition sei die Kombination der Fachkenntnisse der beiden Welten, der physischen Automatisierung und der PLM-Software: »Wir wollen das erste Unternehmen werden, das durchgängige Software- und Hardwarelösungen für den gesamten Lebenszyklus von Produkten und Produktionsanlagen anbietet.« Zu den weltweit 7.300 Beschäftigten der US-amerikanischen UGS Corporation zählen 3.000 Softwareentwickler. »Zusammen mit den 4.000 Software-Ingenieuren von A& beschäftigen wir dann 7.000 Software-Experten «, rechnet der A& -Chef vor und verspricht: »Die Integration des PLM-Portfolios auf Basis offener Standards reduziert Schnittstellen und steigert die Produktivität.« Siemens will damit bislang übliche Insellösungen der Entwicklungs-, Produktions- und Servicesoftware in einem Systemgeschäft verbinden. Spürbare Vorteile für den Kunden sind laut Gierse höhere Produktivität, kürzere Time-to-market durch Simulation und schnelleren Produktionsanlauf, bessere Produktqualität durch Datenkonsistenz im Engineering-Prozess sowie kürzere Lieferzeiten durch flexiblere Produktion. Mit UGS als neuem Geschäftsgebiet will der Siemens-Bereich A& vor allem bei den Themen digitale Fabrik und digitales Produktdatenmanagement punkten. Zur großen Fahrt in die Zukunft mit UGS an Bord fehlt nur noch die Zustimmung der Kartellbehörden. Aber daran zweifelt Helmut Gierse nicht.

Erschienen in Ausgabe: 02/2007