PLM User Conference in Berlin: Die Grenzen verschwinden

Auf der PLM User Conference 2018 geht es vor allem darum, die Disziplinen miteinander zu verbinden und entlang der gesamten Prozesskette das Optimum für den Kunden herauszuholen.

30. Oktober 2018
Rund 1.200 Teilnehmer aus 32 Ländern zählt die diesjährige PLM User Conference in Berlin.
Bild 1: PLM User Conference in Berlin: Die Grenzen verschwinden (Rund 1.200 Teilnehmer aus 32 Ländern zählt die diesjährige PLM User Conference in Berlin.)

Die PLM-Welt trifft sich in diesen Tagen in Berlin. Rund 1.200 Teilnehmer aus 32 Ländern haben das riesige Estrel-Hotel komplett ausgebucht. „Davon kommt die Hälfte aus Deutschland“, sagt Maarten Romers, Chairman PLM Europa. „Wir haben 235 Sessions organisiert, in denen sehr viele Aspekte von PLM behandelt werden. Topthema ist natürlich die Digitalisierung, die viele Möglichkeiten bietet, aber auch Probleme bereiten kann. Darum ist es wichtig, intensiv Networking zu betreiben, so wir es hier in Berlin tun."

Hauptausrichter der Veranstaltung ist Siemens PLM. „Die heutigen Devices bieten so viele Möglichkeiten, doch das was dahinter steckt, wird kaum beachtet. Das ist auch richtig so, denn kein Mensch fragt, wie zum Beispiel eine für ihn notwendige Medizin zu ihm kommt und welche Technik seinem Kind im Straßenverkehr das Leben gerettet hat. Zuallererst wollen wir ihnen das Leben leichter machen.“ Dazu verschwinden die Grenzen zwischen den Disziplinen immer mehr, alte Label wie IIoT, Clou oder Additive Manufacturing lösen sich auf und verwandeln sich in neue transformierte Lösungen. „Wir müssen die Lücken überbrücken, um dem Kunden genau das zu bieten, was er für seine Applikation braucht.“

Neue Apps machen die Fertigung zehnmal schneller und sparen 70 Prozent Ressourcen. Anwendungsfelder sind zum Beispiel die autonome E-Mobilität, elektrifizierte Flugzeuge oder integrierte elektronische Systeme. „Was wir anstreben ist die Orchestrierung der digitalen Fabrik.“ Dazu hat einige Akquisitionen gegeben. „Aber wir müssen diese tief integrieren.“

CTO Jim Rusk vertiefte mit einigen Kollegen die Thematik, unterstützt durch zahlreiche  Anwendungsbeispiele. Allen gemeinsam ist die oft genannte Verbindung aller Teilbereiche, wie zum Beispiel die generative mit der additiven Fertigung. Hier gibt es schon erste Erfolge. „Die Türen öffnen sich“, sagt Rusk.

Ein wichtiger Ankerpunkt ist die Ausstellung der Sponsoren. Oliver Kauder repräsentiert BCT Technologies. „Wir kommen schon viele Jahre auf die PLM-Connection, weil wir hier Kunden treffen, aus dem Bestand oder auch potenzielle, und wir unsere Neuheiten hier gut vorstellen können. Wir haben den digitalen Zwilling in unser Programm Inspektor integriert und zwar mit 3D-Daten. Das dringt langsam durch.“ Andrea die Figlia von Eplan treibt die gleiche Motivation. „Wir haben schon lange Teamcenter integriert und sind darum schon einige Male hier gewesen. Das Wichtigste sind der Austausch und die Kontaktpflege. Wir wollen das zeigen, was wir leisten können.“