PLM von der EU

Das EU-Forschungsprojekt "amePLM" hat eine neue PLM-Software entwickelt, mit der kleine und mittelständische Unternehmen ihre entwicklungsbezogenen Daten bündeln können. Erste nutzbare Demonstratoren sind jetzt vorhanden. Die stellen zum Beispiel relevante Daten ohne explizite Suche bereit.

20. November 2015

Im Rahmen des EU-Projekts amePLM wurde eine Software entwickelt, die es Unternehmen ermöglichen soll, ihre sonst auf verschiedene IT-Systeme verteilten produkt- und produktionsbezogenen Daten zu bündeln. Besonders das Stuttgarter Fraunhoferinstitut IAO war am Projekt "amePLM: advanced platform for manufacturing engineering and PLM" maßgeblich beteiligt.

Weitere am Projekt teilnehmenden Institute und Unternehmen kamen aus Deutschland, Frankreich, Irland, Italien, Rumänien und Großbritannien. Das Vorhaben wurde von der Europäischen Union im Rahmen des Programms Factories of the Future gefördert.

Nach Angabe des Fraunhofer IAO sind Referenzprozesse für kleine und mittelständische Unternehmen sowie ein Referenzdatenmodell für das Management des Produktlebenszyklus wesentliche Ergebnisse des Projekts. Darüber hinaus haben die Entwickler eine modulare PLM-Software und einzelne Module davon entwickelt. Diese sei bei fünf Pilotanwendungen aus den Bereichen Automobil, Nachrichten- und Medizintechnik sowie Hightech getestet worden.

Dabei wurden auch mehrere Demonstratoren fertiggestellt. Einer davon ist ein Softwaredemonstrator, der Betriebsingenieuren Fertigungs- und Qualitätsdaten zu einem bestimmten Fertigungslos ohne jedes Suchen zur Verfügung stellen soll. Ein ähnlicher Demonstrator ist der JuHuFinder, der zu in Word geschriebenen Texten automatisch passende Dateien ausgibt. Folgevorhaben sollen Themen wie Big Data und Smart Data behandeln.