Posital hat den Dreh raus

Neu zertifizierte optische Profinet-Drehgeber mit Zusatz-Features

31. Oktober 2012

Nachdem die optischen Drehgeber mit Profinet IRT-Schnittstelle des Sensortechnik-Experten Posital im Jahr 2009 als erste Encoder von der Profibus Nutzerorganisation (PNO) zertifiziert wurden, präsentiert das Unternehmen neue, überarbeitete Versionen der bewährten Geräte. Die Drehgeber, die zunächst nur ein Zertifikat mit einjähriger Gültigkeit erhalten hatten, wurden zudem erneut umfassenden Tests v.a. bezüglich der IRT-Funktionalität unterzogen und sind nun mit einem drei Jahre lang gültigen Zertifikat ausgestattet. Zu den neuen Funktionen zählt u.a. Unterstützung für das herstellerspezifische Telegramm 860, das es erlaubt, ähnlich wie bei Profibus-Systemen besonders einfach den Preset-Wert zu setzen – dies erfolgt über ein Steuerbit im Positionswert. Ebenfalls unterstützt wird nun die N2/N4-Normierung von Geschwindigkeitseinheiten für Motion-Control-Antriebe.

Die Drehgeber unterstützen die IRT- sowie RT- und NRT-Datenübertragung (isochronous real-time / real-time / non-real-time) gemäß dem Encoderprofil V4 und erreichen Zykluszeiten von bis zu 1 ms (IRT). Sie werden über die Steuerung parametriert; die Konfiguration erfolgt komfortabel mit Hilfe einer GSDML-Gerätedatei. Die Migration von vorhandenen Profibus-Systemen auf den Nach-Folgestandard ist denkbar einfach, denn die Handhabung der Geräteprofile wurde prinzipiell beibehalten. Der integrierte Switch unterstützt die automatische Erkennung von Crossover- bzw. Standard-Ethernet-Kabeln.

Die Geräte haben einen Durchmesser von lediglich 58 mm und lassen sich daher problemlos auch bei begrenztem Bauraum einsetzen. Wie alle optischen Drehgeber von Posital arbeiten sie nach dem bewährten, optoelektronischen Abtastprinzip. Ihre Single-Turn-Sensorik liefert eine Auflösung von 16 Bit pro Umdrehung. Bis zu 16.384 Umdrehungen (14 Bit) können zusätzlich im Multi-Turn-Modus erfasst werden, sodass insgesamt ein Messbereich von 30 Bit abgedeckt wird.