Posital zeigt kleinsten Kit-Encoder

Drehgeberhersteller Posital hat auf der SPS in Nürnberg den nach eigenen Angaben weltweit kleinsten energieautarken Multiturn-Encoder für integriertes Motor-Feedback als voll funktionsfähigen Prototyp vorgestellt.

02. Dezember 2019
Posital zeigt kleinsten Kit-Encoder
Das neue 22 mm-Kit von POSITAL – weltweit kleinster Multiturn-Encoder für integriertes Motor-Feedback. (Bild: Posital-Fraba)

Mit einem Durchmesser von nur 22 mm und einer Bauhöhe von 23 mm verfügt der jüngste Zuwachs im Kit-Encoder-Portfolio von Posital über einen ultrakompakten Formfaktor. Ideal sind die neuen 22 mm-Kits für besonders kompakte Servo- und Schrittmotoren, aber auch für Einsätze in kleineren Robotern bzw. den immer populäreren Cobots.

»Wie erfolgreich die Miniaturisierung vorangetrieben wurde, zeigt ein Blick auf die magnetischen Montage-Kits, die wir vor drei Jahren, ebenfalls in Nürnberg, als komplett neue Alternative zu aufwendigen optischen Feedback-Kits und klassischen Resolvern gelauncht haben«, unterstreicht Jörg Paulus, Europa-Chef von Posital. »Während das Elektronikpaket unsere klassischen Servo- und Stepper-Kits – bereits hochintegriert – auf einer 36 mm-Platine verbaut ist, kommen die neuen 22 mm-Kits mit rund 40% weniger Platz aus.« Ermöglicht wurde der deutlich kleinere Footprint nicht nur durch den Einsatz von noch kompakteren Bauteilen wie den vier Hall-Sensoren und dem 32-Bit-Mikroprozessor. Wesentlicher Treiber bei der Miniaturisierung sind weitere Fortschritte bei der Auslegung und Fertigung der Wiegand-Sensoren, die seit Jahren zur DNA von Posital zählen und die energieautarke Versorgung der Zählelektronik beim Multiturnbetrieb der magnetischen Drehgeber garantieren – ganz ohne Getriebe oder Batterien und komplett wartungsfrei.

Wie ihre ‚großen Brüder’ stehen die neuen 22 mm-Kits für Zuverlässigkeit, Präzision, Montagesicherheit und Wirtschaftlichkeit. Anders als Resolver decken sie einen Multiturn-Messbereich ab und liefern digitale Daten. Im Vergleich zu optischen Kits sind sie resistent gegenüber Verschmutzungen durch Öl oder Staub. Sie zeichnen sich durch Stoß- und Vibrationsfestigkeit und Toleranz gegenüber Feuchtigkeit aus. Ihre elektronische Auflösung liegt bei 17 bit, bei Multiurnbetrieb bis 32 bit. Verfügbar sind sie mit den offenen, herstellerneutralen Schnittstellen SSI und BiSS C. Die Montage der 22 mm-Kits – mit dem dazugehörigen Permanentmagnet, der am Ende der Motorwelle befestigt wird – ist sehr einfach und kann unter normalen Fabrikbedingungen erfolgen. Die integrierte Selbstkalibrierung sorgt für reibungslose Inbetriebnahme. Die Kombination aus robuster Magnetik, hoher Betriebssicherheit (nicht zuletzt durch einen integrierten Temperatursensor zur Diagnose), energieautarker Multiturn-Funktionalität und Wartungsfreiheit sorgt für gute Wirtschaftlichkeit.

»In den kommenden Wochen und Monaten geben wir unserem 22 mm-Kit im Rahmen eines ausführlichen Beta-Testings, das wir mit namhaften Motorherstellern durchführen, den letzten Schliff,« so Paulus. Der eigentliche Roll-Out erfolgt nach Abschluss und vollständiger Auswertung der umfangreichen Testläufe und wird für Mitte 2020 erwartet. In Planung sind auch spezielle Wellenversionen der 22 mm-Kits mit integriertem Lager, die für zusätzliche Anwendungen sorgen können. »Angesichts der Miniaturisierung als einem der Top-Trendsetter in der globalen Automatisierung sehen wir großes Potenzial für unsere neuen Mini-Kits,« lautet das Fazit des Posital-Europachefs.

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