Power auf kleinem Raum

CAD CAM

Workstations – CAD-Systeme laufen auf jedem PC, spezielle Workstations sind nicht mehr nötig? HP sieht das anders und präsentiert neue Modelle, darunter eine All-in-One-Workstation.

30. März 2012

Vergleicht man den inneren Aufbau beispielsweise der Z-Serie-Workstations mit einem konventionell aufgebauten Rechner, treten große Unterschiede zu Tage. Während in den üblichen Gehäusen Kabel mehr oder weniger wirr durchs Gehäuse laufen und zum Austausch einer Komponente Werkzeug benötigt wird, präsentieren sich die Z-Workstations nach dem Öffnen zunächst sehr zuknöpft. Abdeckungen prägen das Bild. Betätigt man jedoch einen der grün markierten Griffe und Knöpfe, lösen sich die Komponenten wie von selbst, Kabel sind nicht zu sehen.

Hier wurde ein ausgeklügeltes Kühlluftzonenkonzept umgesetzt, in dem Netzteil, Prozessor(en) und Grafikkarte jeweils in eigenen Kühlluftströmen liegen. Sämtliche Kabel sind verdeckt geführt und die Stecker rasten automatisch ein.

So entstehen grundsolide Systeme, die auch bei Rund-um-die-Uhr-Renderjobs zuverlässig ihren Dienst verrichten, ohne ohrenbetäubendes Lüfterrauschen unter Volllast arbeiten und zudem von den Softwareherstellern zertifiziert sind. Letzterer Umstand ist bei einigen Softwareanbietern Voraussetzung, um schnellen Support bei Problemen zu erhalten, die aus der Kombination aus Soft- und Hardwaredarstellung resultieren.

Jim Zafarana, General Manager der Commercial Solutions bei HP, also der Abteilung für Workstations, Mobilworkstations und Thin Clients, präsentierte Ende März die neuen Modelle der Z-Serie: Die drei aktualisierten Nachfolger der Z400, 600 und 800 und die ganz neue Z1, einen All-in-One-Rechner, bei dem der Computer im Monitorgehäuse integriert ist.

Die Z420, 620 und 820 sind der bekannten Systeme mit den im PC-Bereich aktuellen Technologien, also neuen Xeon-Prozessoren, Grafikkarten und USB 3.0. Darüber hinaus wurde der maximale RAM-Ausbau bei der Z620 auf 96 GByte verdoppelt, bei der Z 820 mit 512 GByte sogar vervierfacht.

Mit der Z1 stellt HP eine im Workstationsektor bisher unbekannte Rechnerart vor: Die gesamte Technik der Workstation ist im Gehäuse des 27-Zoll-Displays untergebracht. Legt man den Monitor flach, lässt sich das Display wie eine Motorhaube nach oben klappen, und die „Workstation-Eingeweide“, wie es Zafarana nannte, liegen offen. Auch hier zeigen grüne Markierungen, wo die Entriegelungspunkte der Komponenten liegen.

Die Z1-Workstation ist mit den Prozessoren Intel Xeon E3-1245, Xeon E3-1280 und Core i3-2120 erhältlich, der Arbeitsspeicher ist bis zu 32 GByte groß. Zwei Festplattenplätze, ein Blue-Ray-Brenner und ein Soundsystem vervollständigen das System. Die externen Anschlüsse beinhalten USB3, einen Subwoofer-Ausgang und Display Port für einen zweiten Monitor. Das White-LED-Display hat eine Auflösung von 2560x1440 Pixeln und lässt sich mit Nvidia-Grafikkarten bis zur Quadro 4000 ansteuern. Die Zwei-Megapixel-Kamera im oberen Bildschirmrand lässt sich so weit nach unten schwenken, dass die Linse abgedeckt ist – ein aus Sicherheitserwägungen oft gewünschtes Designfeature.

Die Preise für die Z420 starten bei 1249 Euro, die 620 ist ab 1499 und die Z820 ab 1899 Euro zu haben. Die Z1 kostet in der kleinsten Konfiguration 1599 Euro, jeweils zzgl. MwSt.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012