POWERLINKsafety

Smarte Maschinenreaktion statt abruptem Notaus

12. Juli 2007

Auf Grundlage des Sicherheitsprotokolls POWERLINKsafety lässt sich ein neues Safetykonzept realisieren, das eine ressourcenschonende Alternative zur hergebrachten Notaus-Sicherung darstellt. Herkömmliche Safety-Systeme unterbrechen in unsicheren Situationen die Stromzufuhr für größere Teile der Produktionslinie. Die Folgen sind Produktionsausfälle, Zeit- und Materialverluste. Abhilfe schafft POWERLINKsafety, das Safety- und Maschinensteuerung in einem System integriert. Mit einem busbasierenden Safety-System lassen sich Gefahrensituationen völlig neuartig handeln: anstatt die gesamte Produktionskette abrupt zu unterbrechen, veranlasst die Steuerung einzelne Maschinen dazu, Geschwindigkeit und Kraft der Bewegung sicher zu drosseln.

So bleibt die Synchronität der Achsen erhalten, Entlade-, Leerfahrts- und Rüst-zeiten entfallen. Mit POWERLINKsafety hat die Ethernet Powerlink Standardization Group (EPSG) ein offenes, echtzeitfähiges Sicherheits-Protokoll für die Maschinen- und Fertigungsautomatisierung entwickelt, dass sich für Kommunikationszyklen im Mikrosekundenbereich eignet. POWERLINKsafety wurde bereits vom TÜV Rheinland zertifiziert und kann Systemen eingesetzt werden, für die ein Schutz nach SIL 3 vorgeschrieben ist. Zudem lassen sich POWERLINK-Systeme hochverfügbar auslegen, so dass zum Beispiel in Kraftwerksanwendungen Ausfälle berücksichtigt und Komponenten redundant installiert werden können. Die Safety-Lösung ersetzt extraverdrahtete Notaussysteme oder zum Feldbus parallel installierte Safetybusse, da das Protokoll die Sicherheit der Datenübertragung durch softwareseitige Maßnahmen gewährleistet. Die sichere Datenübertragung wird auch für unsichere Netzwerke gewährleistet. POWER-LINKsafety ist unabhängig vom Transportprotokoll und kann auch mit anderen Netzwerken, z.B. CAN, genutzt werden.