Projektkosten senken

ABB hat auf der SPS IPC Drives ihre Software-Lösungen für die virtuelle Inbetriebnahme vorgestellt, die bei der Entwicklung und dem Betrieb von industriellen Automatisierungssystemen Zeit sparen, das Risiko von Fehlplanungen reduzieren und die Produktivität beim Engineering erhöhen soll.

29. Dezember 2017

Durch virtuelles Engineering und Inbetriebnahme können Maschinenbauer und Systemintegratoren industrielle Automatisierungssysteme entwickeln und simulieren. Durch Nutzung der Plattform für die virtuelle Inbetriebnahme kann ein Systemintegrator virtuelle Antriebe und SPSen für eine Offline-Simulation einrichten. Tests an echten Produktionslinien können dadurch deutlich reduziert werden.

Da virtueller Antrieb und SPS die gleiche Konfiguration wie die echten Antriebe und SPSen haben, spart die Software laut Anbieter Zeit und Geld und vermindert das Risiko beim Engineering und der Inbetriebnahme der Automatisierungssysteme. Systemintegratoren können einzelne Aspekte ihrer Systeme überprüfen, wie die Steuerungslogik und die Reaktion auf Störungen wie zum Beispiel defekte Sensoren, Wiederherstellungsszenarien und das zeitliche Verhalten.

Durch die virtuelle Prüfung und Simulation im Frühstadium eines Projektes können dank verkürzter Engineering-Dauer und geringerem Risiko bei der Inbetriebnahme der Hardware 25 Prozent Kosten eingespart werden. Darüber hinaus entsteht ein sicherer Rahmen für die Schulung der Maschinenführer oder um Lösungen zur Produktivitätssteigerung zu testen. Bei einem Projekt mit einem Volumen von € 600.000 könnte der Kostenvorteil im Bereich von € 120.000 liegen, einschließlich einer um 20 Prozent verkürzten Engineering-Dauer, eines um 25 Prozent niedrigeren Kapitalaufwands und 50 Prozent niedrigeren Kosten für Schulung und Qualitätssicherung. Die Investition in virtuelle Konstruktionstechniken und Tools amortisiert sich schnell.