PTC kauft Frustum

PTC erweitert sein CAD-Portfolio um künstliche Intelligenz und generative Gestaltung durch die Übernahme von Frustum.

10. Januar 2019
PTC kauft Frustum
Ein integraler Bestandteil der Technologie von Frustum ist eine leistungsstarke KI-Komponente, die lernt, sich weiterentwickelt und letztendlich kritische Aufgaben ausführt. (Bild: PTC)

Frustums Technologie für generatives Design – eine Methode, die künstliche Intelligenz (KI) zur Erzeugung von Designoptionen nutzt – stellt eine transformative Ergänzung des PTC Creo Portfolios dar, teilt PTC mit.

Das in Boulder, Colorado, ansässige Unternehmen Frustum bietet patentierte und cloudbasierte Engineering-Software, die künstliche Intelligenz (KI) zur Erzeugung von Designoptionen nutzt . Mit ihr können Designer und Ingenieure ihre persönlichen Erfahrungen erweitern und Produktdesigns der nächsten Generation entwickeln. PTC kauft den Software-Anbieter für rund 70 Millionen US-Dollar.

»Mit dieser Übernahme setzt PTC neue Maßstäbe in punkto Innovation«, erklärte Jim Heppelmann, Präsident und CEO von PTC. »Creo ist das Herzstück der Gesamtstrategie von PTC, und mit den integrierten Funktionen von Ansys und jetzt von Frustum erreicht Creo eine Führungsposition in der Welt des Designs und der Simulation. Mit der Entwicklung bahnbrechender neuer Technologien wie beispielsweise AR/VR, Hochleistungs-Computing, IoT, KI und additiver Fertigung erfährt die CAD-Branche eine Renaissance, und PTC ist bestens aufgestellt, um dabei eine wegweisende Rolle einzunehmen.«

Frustum verlagert die Analyse an den Anfang des Designprozesses

Frustum ergänzt die strategische Beziehung von PTC zu Ansys, die auf der Liveworx im Juni 2018 bekannt gegeben wurde, und verlagert die Analyse an den Anfang des Designprozesses. Mithilfe der integrierten Funktionen von Frustum und Ansys kann Creo Designmethoden mit generativem Design empfehlen, Anwender mit Ansys Discovery Live durch den iterativen Designprozess führen und schließlich das vollständige Produkt maßstabsgerecht mit dem umfassenderen Ansys Discovery-Paket validieren.

»Diese Übernahme war ein logischer Schritt für PTC und seine Kunden«, erklärte Jeff Hojlo, Program Director, Product Innovation, IDC. »KI und maschinelles Lernen (ML) gelten weithin als zwei der bedeutsamsten Technologien der Zukunft. Für Design, Engineering und F&E sind die möglichen positiven Auswirkungen der Erweiterung des Entwicklungsprozesses mit KI und ML bemerkenswert: geringere Qualitätskosten (zurzeit 20–25 Prozent des jährlichen Umsatzes eines durchschnittlichen Herstellers), höhere Produkterfolgsquote (mit 80 Prozent erfolgloser Produkte weiterhin sehr gering) und optimale Markteinführungszeit sowie schnellere Umsatzrealisierung, da die Kundenerwartungen sofort und exakt erfüllt werden.«

Leistungsstarkes generatives Design

Mit generativem Design können Ingenieure die Funktionsanforderungen und Ziele ihres Designs, einschließlich der bevorzugten Materialien und Fertigungsprozesse, interaktiv festlegen. Es ist sogar möglich, wichtige Designparameter zu definieren, die Kaufentscheidungen, Fertigungskapazitäten, den Status der Lieferkette und regional erforderliche Produktvarianten berücksichtigen. Auf dieser Grundlage präsentiert das System mithilfe von KI und leistungsstarken Computing-Techniken Designalternativen als Ausgangspunkt oder als endgültige Lösung. Ohne Einschränkungen was das menschliche Vorstellungsvermögen und die Erfahrung betrifft, können Ingenieure mit der Technologie interagieren, um innovative Designs und Produkte schneller zu konstruieren.

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