Pulver entscheidet über Qualität

Über die Qualität von Produkten, die mit Pulverbettverfahren hergestellt werden, entscheiden die Maschine, die Prozessparameter und die verarbeiteten Pulverwerkstoffe. Letztere sind am schwierigsten zu beurteilen. Für die Charakterisierung von Pulverwerkstoffen legt der VDI neue Richtlinien vor.

11. August 2017

Beim Lasersintern von Kunststoffen und dem Laserstrahlschmelzen von Metallen spielt die Pulverqualität eine wesentliche Rolle für die Bauteilqualität. Mit drei neuen Richtlinien der Reihe VDI 3405 will der VDI dazu beitragen, dass Anwender die Materialien leichter charakterisieren können und durch gezielte Qualifikation der Werkstoffe stabile Prozesse erreichen.

VDI 3405 Blatt 2.3 für Metallpulver beschreibt Methoden, mit denen sich relevante Kenngrößen für die Charakterisierung von Pulvern ermitteln lassen. Die Richtlinie wendet sich an Hersteller und Nutzer von Metallpulvern in Anlagen für Laserstrahlschmelzen (LBM) und Elektronenstrahlschmelzen (EBM). Sie wendet sich auch an Mitarbeiter in der Qualitätssicherung sowie Anbieter für Mess- und Prüftechnik zur Charakterisierung von Pulverwerkstoffen.

Bei VDI 3405 Blatt 1.1 geht es um die Qualifizierung von Pulvern für das Lasersintern von Kunststoffbauteilen. Diese Richtlinie nennt hierfür Kenngrößen und gibt Anwendungsempfehlungen. Hierbei steht Polyamid 12 (PA 12) im Mittelpunkt, teilweise wird auch PA 11 berücksichtigt. Die ebenfalls erschienene Richtlinie VDI 3405 Blatt 2.2 befasst sich speziell mit der Nickellegierung Werkstoffnummer 2.4668. Alle Richtlinien sind beim Beuth-Verlag erhältlich.