Rädlinger rüstet sich für Industrie 4.0

Seit kurzem ersetzt ein neues, I 4.0-fähiges ERP-System bei Rädlinger das ehemalige Individual-ERP, welches durch verschiedene Insellösungen in den einzelnen Unternehmensbereichen ergänzt wurde.

12. April 2019
Rädlinger rüstet sich für Industrie 4.0
Die flexiblen Rohre von Primus Line werden gewoben. (Bild: Rädlinger)

Der Spezialist für grabenlose Sanierung von Druckrohrleitungen aus Cham in der Oberpfalz setzt nun komplett auf die ERP-Software RPS von Ibermática. Das speziell für den Mittelstand entwickelte Programm bietet Bausteine von der Fertigungsplanung bis zur Wartung. Ganz im Sinne der Zukunftsthemen Industrie 4.0 und IoT, werden mit RPS, das voll in die CAD/CAM-Software integrierbar ist, die Übergänge von Entwicklung und Fertigung hin zu den kaufmännischen Bereichen fließend. 40 User arbeiten nun bei Rädlinger mit RPS, das den Firmensitz in Cham und die Produktionsstätte in Weiding sowie die Vertriebs- und Servicetöchter in USA, Kanada, Australien und China gut vernetzt.

Statt des einstigen Individual-ERP, das durch verschiedene Insellösungen in den einzelnen Unternehmensbereichen ergänzt wurde, ist bei der Rädlinger nun RPS im Einsatz. Die modular aufgebaute Software geht auf den Bedarf mittelständischer Industriebetriebe ein und kann Schritt für Schritt implementiert werden. »RPS erfüllt mit Abstand am besten die für Rädlinger entscheidenden Kriterien wie technische Systemvoraussetzungen, Benutzerfreundlichkeit, Prozesssicherheit und Wirtschaftlichkeit«, erklärt Tobias Nemmer, Projektmanager bei Rädlinger.

Gerüstet für Industrie 4.0

Für die Implementierung gleich aller 19 Module, die alle wesentlichen Geschäftsprozesse eines Fertigungsunternehmens unterstützen, von Projektmanagement und Produktionsplanung über Einkauf, Logistik bis hin zu Service und Wartung, waren die Experten von DPS Software gefragt. Das Softwareunternehmen ist exklusiver RPS Reseller für D-A-CH. »Elf Monate, das war kein Kinderspiel, aber jetzt ist Primus Line für die Anforderungen von Industrie 4.0 gut gerüstet«, sagt Matthias Liebl von DPS Software. Der Leiter Competence Center ERP (Service) verweist etwa auf die Offenheit und den Funktionsumfang von RPS, die besonders vorteilhaft bei der Produktionsplanung von Standard- wie auch Sonderanfertigungen bei einer hoch automatisierten Fertigung sind. RPS meistert auch beispielsweise verteilte Fertigungs- und Logistikstandorte inklusive großer Lagerflächen und wird mit seinen Modulen hohen Anforderungen an das Chargen- und Seriennummerntracking gerecht.

Weiteres ERP-Projekt geplant

Gut zwei Monate nach der erfolgreichen Implementierung von dem ERP-System ist Projektleiter Nemmer nach wie vor davon überzeugt, mit dem System RPS und dem Partner DPS die richtige Wahl getroffen zu haben. Die Implementierung von RPS bei Primus Line ist jedoch nicht das Ende im Digitalisierungsprozess der Unternehmensgruppe Rädlinger. Noch 2019 soll ein ERP-Projekt für die in der Gruppe integrierte Rädlinger Maschinen- und Anlagenbau GmbH gestartet werden. Auch hier soll RPS die Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette abbilden. Ziel ist es, Synergieeffekte zu nutzen, Prozesse mittels Digitalisierung effizienter zu gestalten sowie die Transparenz hinsichtlich bedeutender Kennzahlen zu erhöhen. Auf einem immer dynamischeren, von Preisdruck gekennzeichneten Markt sei es von Bedeutung, innerhalb kürzester Zeit die richtigen Entscheidungen zu treffen, so Nemmer. Die Grundlage hierfür soll RPS liefern. Besonders toll ist auch die Solidworks Integration ins RPS, wodurch insbesondere Effizienzvorteile bei hohem Teileaufkommen erreicht werden können.

Im Zuge des ERP-Projekts wurden gemäß dem Motto „alles aus einer Hand“ auch die Solidworks Lizenzen zu DPS übertragen. DPS fungiert somit nun als Gesamtlösungsanbieter von CAD bis hin zu ERP.

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