Rail Cable Carrier

500 m Verfahrweg ohne ‚Durchhänger’

20. Juli 2007

Ein völlig neues System für Energieführungen mit extrem langen Verfahrwegen kommt aus dem Hause KABELSCHLEPP: Bei dem innovativen Rail Cable Carrier (RCC) gleitet das Obertrum nicht auf dem Untertrum, sondern fährt mittels seitlich an der Kette montierter, kugelgelagerter Rollen auf Führungsschienen.

Rollen statt gleiten - das bewährte Prinzip für weniger Reibung erweist sich in mehrfacher Hinsicht als ideale Lösung für besonders lange Verfahrwege: 500 Meter und sogar mehr sind beispielsweise bei Container-Kränen in Hafenanlagen keine Seltenheit. In gleitender Anordnung lässt sich das wegen der hohen Reibungskräfte in der Regel kaum oder nur mit starkem Verschleiß an Energieführung und Leitungen realisieren.

Vor diesem Hintergrund hat KABELSCHLEPP einen anderen Ansatz gewählt: Der so genannte Rail Cable Carrier ist eine einfach zu montierende Stützkonstruktion mit zwei Ebenen. In der oberen rollt das Obertrum der Energieführungskette in den Führungsschienen, das Untertrum wird im unteren Teil des Systems abgelegt. Dabei passen sich die seitlich an der Kette montierten Rollen in U-förmig ausgesparte Halterungen ein, was trotz minimalem Spiel in den Kettengliedern die Energieführung zuverlässig in Position hält. Durch diese gestützte Führung in der oberen bzw. den Ablagekanal in der unteren Ebene wird selbst bei Langzeit-Dauereinsatz ein Durchhang der Kette vollständig vermieden.

Durch den Einsatz des Rail Cable Carrier werden die Zug- und Schubkräfte im Vergleich zur gleitenden Anordnung um zirka 90 Prozent und damit auch die erforderliche Antriebsleistung deutlich reduziert. Darüber hinaus wird die Kette nur minimal belastet. Anders als bei einer gleitenden Anordnung - das Material reibt aufeinander und macht beispielsweise die Erneuerung von Gleitschuhen erforderlich - werden Verschleißerscheinungen mit dem RCC nahezu vollständig vermieden. Daraus resultieren wiederum deutlich verlängerte Wartungsintervalle, was Zeit und Materialkosten spart.

Echtes Sparpaket

Da sich die Führungsschienen auf Standard-Anschlusshöhe befinden ergibt sich ein geringer Kettenverschleiß, schonendere Leitungsführung (die Gegenbiegung wie bei gleitenden Anordnungen entfällt) und ein reduzierter Wartungsaufwand. Dies sind Vorteile, die sich rechnen. Außerdem ist keine zusätzliche, wie bei gleitender Anordnung mit tiefem Anschluss übliche Bahnhofslänge nötig. Dieser Bereich, in dem das Obertrum auf das Untertrum geführt wird, kann nicht zum Verfahren genutzt werden. Beim RCC hingegen entsteht durch die Standard-Anschlusshöhe nur minimaler Bogenüberstand. Das spart Platz und dank der dadurch verringerten Leitungs- und Kettenlänge ebenfalls Kosten.