Reflektor eingebaut

Sensorik

Lichtschranken – Ein Problem vieler Reflexionslichtschranken ist die korrekte Ausrichtung und dauerhafte Funktion der zugehörigen Reflektoren. Innovative Sensoren kommen dagegen ganz ohne separate Reflektoren aus und verbinden so Zuverlässigkeit mit Kosteneffizienz.

13. November 2014

Eine wichtige Aufgabe im internationalen Flugverkehr ist die Gepäcklogistik in den Flughäfen, die sicherstellt, dass die Gepäckstücke der Reisenden ihre jeweiligen Bestimmungsorte zuverlässig erreichen. Der Transport auf den dazu eingesetzten Transportbändern vom Check-in-Schalter bis zur Verladung am Flugzeug erfordert deshalb eine absolut verlässliche Positionserfassung jedes einzelnen Gepäckstücks. In besonderem Maße gilt dies auch für das jüngst modernisierte Terminal2 des internationalen Flughafens Zürich, wo täglich im Durchschnitt 5.000 Gepäckstücke aufgegeben werden: Hier gewährleisten Hunderte optoelektronische Sensoren des Schweizer Sensorikspezialisten Baumer einen zuverlässigen Transport des Gepäcks.

Beispielsweise registrieren an den 52 Checkin-Schaltern des Terminals zunächst jeweils drei SmartReflect-Lichtschrankensensoren vom Typ FNDK 14, ob ein Gepäckstück auf das Transportband gelegt wurde. Wie alle Reflexionslichtschranken schalten die Sensoren, sobald der Lichtstrahl durch ein Gepäckstück unterbrochen wird. Entscheidend ist dabei, dass alle Gepäckstücke unabhängig von ihrer Farbe, Form oder Oberfläche detektiert werden. Im Unterschied zu anderen Lösungen benötigen die SmartReflect-Sensoren jedoch keine separaten Reflektoren, sondern nutzen direkt das gegenüberliegende Seitenblech an der Gepäckaufgabestation. Durch eine intelligente Installation des Sensors funktioniert die Reflexion auch trotz der matten Oberfläche der Bleche aus gebürstetem Edelstahl am Rand des Förderbandes.

Gleichzeitig ergeben sich deutliche Einsparungen für die Montage und den Betrieb des Sensors: »Dass kein Loch für den Reflektor ins Seitenblech gebohrt werden muss, ist einer der Vorteile der Baumer-SmartReflect-Lichtschranke«, erklärt Martin Mächler, Projektleiter bei der Flughafen Zürich AG, und ergänzt: »Wichtiger ist aber, dass ein nicht vorhandener Reflektor auch nicht verschmutzen und zu Fehlschaltungen führen kann. Störungen beim Check-in sind für Reisende besonders ärgerlich.«

Problemlos einsatzfähig

Vor der Modernisierung des Check-in-Bereichs war es in der Vergangenheit dagegen regelmäßig zu Problemen gekommen, weil die damals eingesetzten konventionellen Reflexionslichtschranken immer wieder Fehlschaltungen produzierten, weil zum Beispiel Aufkleber auf dem Reflektor haften blieben, die sich von den Gepäckstücken abgelöst hatten. Vor allem zu Spitzenzeiten kam es dadurch immer wieder zu Verzögerungen bei der Gepäckabfertigung.

Hinter dem Check-in-Schalter erfassen zudem zahlreiche Reflexionslichttaster vom Typ Baumer O500 das Gepäck auf der rund zwei Kilometer langen breiten Förderstrecke, die bis zu einem Meter breit ist. Mit seiner Reichweite von bis zu 8.000 Millimeter bietet der O500 für diesen Zweck ausreichend Leistungsreserven.bt

Auf einen Blick

- Die Baumer-Gruppe mit Sitz in Frauenfeld in der Schweiz ist einer der führenden Hersteller von Sensoren, Drehgebern und Messinstrumenten.

- Die Lichtschranken der Serie SmartReflect detektieren sämtliche Objekte unabhängig von Form, Farbe, Transparenz und Oberfläche.

- Voraussetzung ist lediglich, dass sich ein Hintergrund, wie z.B. ein beliebiges Maschinenteil, im Erfassungsbereich des Sensors befindet; ein separater Reflektor ist somit überflüssig.

www.baumer.com/smartreflect

Erschienen in Ausgabe: 08/2014