RFID-Systeme für raue Umgebungen

Contrinex setzt innovative Ganzmetall-Technologie ein

21. Januar 2009

In vielen industriellen Automations- und Logistikanwendungen wird heutzutage zur Identifikation von Objekten die RFID-Technologie eingesetzt. Gegenüber anderen Kennzeichnungen wie Barcodes, Lasermarkierungen oder Seriennummern bietet die „Radio Frequency Identification“ zwei entscheidende Vorteile: Zum einen muss keine direkte Sichtverbindung zwischen Lesegerät und Datenträger vorhanden sein, zum anderen kann der Inhalt des Datenträgers nicht nur gelesen, sondern auch jederzeit beschrieben und verändert werden. Da in industriellen Anwendungen jedoch häufig raue Umgebungsbedingungen herrschen, hat Contrinex mit ConIdent ein RFID-System entwickelt, das diesen Belastungen zuverlässig standhält.

Um sowohl Datenträger als auch die Schreib-/Leseköpfe robust genug für raue Umgebungen zu konstruieren, hat Contrinex seine innovative Ganzmetall-Technologie eingesetzt. Die Bauteile sind vollständig mit Edelstahl V2A oder V4A ummantelt und erreichen dadurch die Schutzart IP68 oder IP69K (Datenträger) bzw. IP67 (Schreib-/Leseköpfe). Damit sind die Komponenten staubdicht und bei zeitweiligem (IP67) oder dauerhaftem (IP68) Untertauchen geschützt. Die angebotenen Datenträger der Schutzart IP69K widerstehen sogar dem Einsatz von Hochdruck- und Dampfstrahlern – eine vor allem in der Lebensmittelindustrie weit verbreitete Reinigungsmethode. Da die Bauteile des ConIdent-Systems für Betriebstemperaturen von -20 °C bis +125 °C ausgelegt sind, können sie fast überall in der Industrie verwendet werden.

Die Produktfamilie besteht zurzeit aus Schreib-/Leseköpfen in den Baugrößen M18 und M30 mit passenden, auch bündig einbaubaren Datenträgern von 10 mm bis M30. Die passiven, also batterielosen Datenträger verfügen über einen Schreib-/Lesespeicher von 2 kBit. Wahlweise können Speicherbereiche mittels persönlicher Identifikationsnummer (PIN) oder Datenschutz-Bits schreib- und/oder lesegeschützt werden.

Vervollständigt wird das ConIdent-System durch Auswertegeräte mit Feldbus-Schnittstellen für den Anschluss von bis zu vier Schreib-/Leseköpfen sowie mit einem tragbaren kabellosen Modul zum Beschreiben und Auslesen der Datenträger.