Das auch im britischen Telford ansässige Unternehmen führt Gespräche mit medizinischen Einrichtungen und NHS-Trusts in ganz Großbritannien und arbeitet rund um die Uhr daran, effektive Schutzausrüstung mit Hilfe des Rapid-Prototyping-Verfahrens der Additiven Fertigung bereit zu stellen. Nur 24 Stunden nach Erhalt der Designdatei hatte das Ricoh-Team bereits die Kopfstütze gedruckt und konnte die restlichen Komponenten mit Hilfe seiner Zulieferer beziehen und zusammenbauen. Nachdem das Design optimiert wurde, um sowohl den Tragekomfort zu erhöhen als auch das Kontaminationsrisiko zu reduzieren, wurde der Gesichtsschutz für die Produktion freigegeben. Schätzungen zufolge werden allein in London täglich mehr als 150.000 Gesichtsschutze im Kampf gegen Co-19 gebraucht. Daher wird Ricoh eine 150-Tonnen-Spritzgussmaschine einsetzen, um die Vollproduktion zu erreichen.

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Mark Dickin, Additive Manufacturing & Moulding Specialist bei Ricoh, sagt: »Wir haben in Berichten gesehen, wie die Gesichter der Krankenpfleger durch die bestehende Schutzausrüstung verletzt und gequetscht wurden. Das Krankenhauspersonal kämpft schon genug, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sollen nach einer 12-Stunden-Schicht nicht auch noch ihre Gesichter versorgen müssen. Wir haben sofort gewusst, dass unser Polypropylen, das sich durch seine Flexibilität, Leichtigkeit, Wasserdichtigkeit sowie seine Ermüdungsfestigkeit auszeichnet, ideal für diese Aufgabe geeignet ist. Die Eigenschaften sind vergleichbar mit den beim Spritzguss eingesetzten Materialien, daher hatten wir keine Zweifel daran, dass dies das richtige Material für die Serienproduktion mittels Spritzgussverfahren ist.«

Jason Pott, Lead Research Nurse for Emergency Medicine am Royal London Hospital, ergänzt: »In unseren Tests haben die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter den Tragekomfort der Lösung von Ricoh im Vergleich zur bestehenden Ausrüstung hervorgehoben. Wir haben die Tests mit einer Reihe von Mitarbeitern in der Notaufnahme durchgeführt, sowohl mit Männern als auch mit Frauen, und haben dabei auch unterschiedliche Kopfformen, Frisuren und Kopftücher berücksichtigt – alle waren mit der Passform zufrieden. Innovationen wie diese helfen den NHS-Mitarbeitern, sich selbst zu schützen, während sie sich um die Patienten kümmern.«

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Ricoh produziert pro Monat über fünf Millionen Formteile im Rahmen des Tonergeschäfts und die Kapazitäten der 828 m² großen Spritzgussanlage stehen jederzeit zur Verfügung. Das Unternehmen verfügt über umfangreiche Erfahrung in der Herstellung von medizinischen Produkten, welche das Leben von Tausenden von Menschen verbessert haben. So war Ricoh beispielsweise an der Produktion eines Hebelscharniermechanismus für Fußorthesen beteiligt und hat an der Entwicklung einer revolutionären Technologie mitgewirkt, bei der Gliedmaßen vor der Operation gescannt und mittels 3D-Druck präzise nachgebildet werden. Mit additiven Fertigungsverfahren können darüber hinaus auch chirurgische Instrumente für komplizierte Operationen hergestellt werden.