Rivtac Bolzensetzen

Böllhoff Innovation für den Automobilbau der Zukunft

02. Juni 2010

Innovative Verbindungen für das Automobil von Morgen: Unter dem Namen Rivtac hat Böllhoff ein Fügeverfahren entwickelt, das bereits heute auf die künftigen Anforderungen der Automotive-Branche zugeschnitten ist. Ihre „Feuertaufe“ bestand die neue Technik bei der vieldiskutierten „Light Car“-Studie, die auf dem jüngsten Genfer Autosalon zu sehen war. Spätestens in zwei Jahren soll Rivtac Einzug in die Serienfertigung halten.

Dass Rivtac beim „Light Car – Open Source“ zum Einsatz gekommen ist, hat gute Gründe. Denn das Automobil der Zukunft wird ganz wesentlich durch die Verwendung einer Vielzahl von Werkstoffen und Materialkombinationen oftmals in flexibler Profilbauweise geprägt sein. Dabei stoßen traditionelle Verbindungsverfahren schnell an technische oder auch an wirtschaftliche Grenzen.

Vor diesem Hintergrund hat Böllhoff mit Rivtac ein völlig neues mechanisches Fügeverfahren entwickelt, bei dem ein nagelähnliches Hilfsfügeteil auf hohe Geschwindigkeit beschleunigt und in die nicht vorgelochten Fügeteile eingetrieben wird. Dabei verdrängt der spitze Setzbolzen den Werkstoff, ohne dass ein Butzen entsteht.

Weil im Karosseriebau der Anteil geschlossener Profile kontinuierlich steigt, wächst auch das Interesse an Rivtac. So sind beim „Light Car“ insgesamt rund 400 Rivtac Bolzen eingesetzt worden. Schließlich basiert das Zukunftsauto durchgängig auf einem Profilrohrrahmen aus Stahl und Aluminium, der mit Bauteilen aus Aluminium und faserverstärkten Kunststoffen beplankt ist. Eine Bauweise, die zunehmend in den Fokus beim Automobilbau rückt.