Robust in Metall

Gehäuse - Robust muss die Mechanik sein, wenn die Elektronik hohen Umweltbelastungen ausgesetzt ist. Steckverbinder und Gehäuse sorgen durch ihre mechanische Stabilität für eine sichere und reibungslose Funktion des gesamten Systems.

31. Mai 2006

Das ›D20‹-Metallgehäuse ist eine Weiterentwicklung des bereits bestehenden Gehäuseprogramms für DIN 41 612-Steckverbindersysteme, die überwiegend in der 19”-Aufbautechnik eingesetzt werden. Ausgangspunkt für diese Entwicklung aus dem Hause Harting war der Wunsch nach einem großen Verkabelungsraum und einer hohen Varianz an Kabeleinführungsmöglichkeiten. Diese Kundenanforderungen aus dem Maschinenbau und der Bahntechnik wurden mit dem neuen Design erfüllt.

Vorgefertigte Konfektion ins Gehäuse gelegt

Das Zinkdruckguss-Gehäuse besteht aus einer Gehäuseschale und einem Deckel. Die Gehäuseschale ist so konstruiert, dass die komplette Konfektion vorgefertigt und abschließend in das Gehäuse eingelegt werden kann. Der Deckel wird von einer Seite mit vier Senkschrauben aufgeschraubt. Da die Schrauben über einen Torx-Antrieb verfügen, ist eine einfache Handhabung und die Übertragung hoher Drehmomente sicher­gestellt. Die zur besseren Identifizierung des Gehäuses eingeformte Bestell-Nummer wurde vertieft angeordnet, damit die Leitungen bei Vibrationsbeanspruchungen nicht beschädigt werden.

Die vier gleich großen Kabeleingänge sind seitlich und stirnseitig angeordnet. Mit dem umfangreichen Zubehör - wie Kabelklemme, Crimpflanschtechnik oder auch der Kabeltülle mit einer angespritzten Zugentlastung - lassen sich Einzeladern sowie mehrere geschirmte oder ungeschirmte Leitungen bis zu einem Durchmesser von rund 13,5 Millimeter problemlos in das Gehäuse einführen. Die Befestigung zum Baugruppenträger erfolgt über zwei Innensechskantschrauben, die jeweils mit einem Federring gesichert sind. In einer schwer zugänglichen Einbausituation können die Schrauben mit einem Kugelkopfschraubendreher noch unter einem Winkel von 25° sicher betätigt werden. Anbaubedingung und Codierbarkeit sind zu dem bereits bekannten D20-Gehäuse kompatibel. Für die Anwendung der Gehäuse bei höheren Spannungen (>?50 V) besteht im Gehäuse eine Anschlussmöglichkeit für die Schutzerde.

Zusätzliche Optionen

In den Fällen, in denen im Kabel kein Schutz­leiter mitgeführt wird, kann das Gehäuse über zwei Außenanschlüsse geerdet werden. Das neue D20-Gehäuse kann auch mit unterschiedlichen DIN-Federleistenausführungen bestückt werden.

Heinz de Buhr und Wilfried Eickenhorst, beide Harting Deutschland

Erschienen in Ausgabe: 04/2006