Robust und schön

Sensorik

Drehgeber – Absolutwertdrehgeber wie die von Leine & Linde sind in der Industrie oft im Einsatz. Eine neue Methode der Signalverarbeitung macht die Produkte der 600er-Serie jetzt noch robuster. Dabei kam aber auch das Design nicht zu kurz. Ein bedeutender Award bestätigt dies.

24. Mai 2012

In umkämpften Märkten geht es oft um innovative Technologien. Das hat Leine & Linde aus dem schwedischen Strängnäs beherzigt und seine neue Serie 600 induktiver Absolutdrehgeber auf Basis einer neuen Methode entwickelt, dem induktiven Scanning. »Bisher haben wir ausschließlich Drehgeber auf Basis der optischen Scanning-Methode hergestellt. Daher war die Entwicklung dieser neuen Serie für uns eine spannende Herausforderung«, sagt Peter Kjellqvist, Leiter der Entwicklungsabteilung bei Leine & Linde. Durch die induktive Scanning-Methode ist die interne Signalerzeugung unempfindlich für Erschütterungen und Schmutz.

Des Weiteren wurden die neuen Drehgeber mit robusten Kugellagern ausgestattet, die eine lange Lebensdauer gewährleisten. »Die Wahl der Kugellager ist für die Lebensdauer von Drehgebern entscheidend, da diese als erste verschleißen«, erklärt Kjellqvist.

Absolutdrehgeber kommen vor allem bei der Positionierung von Singleturn- und Multiturn-Anwendungen zum Einsatz. Sie eignen sich für die industrielle Automatisierung ebenso wie für anspruchsvollere Umgebungen. Die induktive 600-Serie wird in Vollwellen- und in Hohlwellenausführung erhältlich sein, und mit bestimmten Schnittstellen sogar als Ausführung mit durchgehender Hohlwelle. »Mit den vielen verschiedenen mechanischen Varianten wollen wir die Anforderungen des jeweiligen Kunden an die Mechanik noch besser erfüllen«, führt Tobias Lindh, Produktmanager bei Leine & Linde, aus. Er ergänzt: »Die induktive 600-Serie ist hinsichtlich ihrer mechanischen Konfiguration extrem flexibel. Wir können die Drehgeber mit Kabelanschluss oder mit einer Reihe verschiedener Anschlusstypen liefern.«

Alle Schnittstellen an Bord

Ein intelligentes Overlay ermöglicht die Interaktion über Leuchten und Tasten – laut Hersteller ein völlig neues Feature in dieser Branche. Die Modelle der 600er-Serie verfügen über alle gängigen Schnittstellen wie Profibus, Profinet oder CAN. Des Weiteren unterstützen sie serielle Kommunikationsschnittstellen wie SSI und Endat, die sich zunehmend im Markt etablieren.

Die robuste Konstruktion in Vollwellen- oder Hohlwellenausführung soll den Aufwand für Installation und Inbetriebnahme dieser Drehgebermodelle laut Leine & Linde auf ein Minimum reduzieren.

Sämtliche Modelle der neuen Serie sind natureloxiert, damit sie den typischen täglichen Beanspruchungen von außen gewachsen sind. Die induktiven Drehgeber ISA 608 und IHA 608 haben sogar ein »Facelifting« in Form eines neuen Designs erhalten: Zusammen mit Avalon Innovation hat Leine & Linde ein Designprojekt entworfen, dessen Ziel es war, ein durchgängiges, klares Design für das gesamte Produktprogramm zu entwickeln. Die neue Induktiv-Baureihe 600 ist die erste Produktserie, die durchgängig im neuen Design erscheint.

Das hat sich ausgezahlt und zwar in Form des Red Dot Design Award 2012 in der Kategorie »Industry and Craft«. Der begehrte internationale Preis wird jährlich vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen vergeben. Die Jury hob hervor, dass die Absolutdrehgeber nicht nur ergonomisch, sondern auch optisch ansprechend und ästhetisch sind, was bei Industrieprodukten meist außer Acht gelassen wird. Leine & Linde möchte mit dem neuen Design die Identität seiner Marke stärken. Das charakteristische Blau, das deutlich sichtbare Logo und die schlichten geometrischen Formen sollen verdeutlichen, wie eng die 600er-Serie mit den anderen Produktfamilien verbunden ist.

Erschienen in Ausgabe: 04/2012