Ruckdämpfer in Riemenscheibe integriert

Zahnriemenantriebe von Schwingungen entkoppelt

10. Juli 2007

In vielen Antriebssträngen werden Zahnriemen mit einer sehr hohen Steifigkeit in Zugrichtung eingesetzt, um die Antriebskräfte wirkungsvoll zu übertragen. Dabei kann es - wie kürzlich bei einem neu entwickelten Motorrad - zur Übertragung von Schwingungen durch den Zahnriemen vom Motor auf das Getriebe kommen. Mit einem direkt in die Riemenscheibe integrierten Ruckdämpfer ist es Freudenberg Simrit gelungen, diese störenden Schwingungen aus dem Riemenantrieb zu eliminieren.

Dieser Ruckdämpfer besteht aus einem großen und einem kleinen Elastomerkörper, die über einen Steg mit einander verbunden sind. Der große Elastomerkörper ist auf eine optimale Dämpfung der Schwingungen in Hauptzugrichtung ausgelegt. Der kleine Elastomerkörper dämpft die Gegenschwingungen. Je nach Aufgabenstellung werden 3 oder 4 dieser Rückdämpferelemente in die zweiteilige Riemenscheibe integriert.

Um rasch optimierte Lösungen zu entwickeln, werden in FEM-Studien die auftretenden Kräfte, die daraus resultierenden Drehwinkel und damit maximalen Verpressungen der Dämpfungselemente analysiert. So ist eine zielgenaue Auslegung der Ruckdämpfer möglich, ohne dass die Elastomerkörper beispielsweise unter Höchstlast durch Spaltextrusion in Folge zu großer Verpressungen geschädigt werden. Basis für solche Simulationen sind Freudenberg eigene Werkstoffmodelle, die das Verhalten von Elastomeren sehr genau beschreiben. Nur so gelingt es, in sehr kurzer Zeit solche Ruckdämpfer auch für spezielle Riemenantriebe zu optimieren.

Diese in die Riemenscheiben integrierten Ruckdämpfer haben sich hervorragend bewährt. Die Motorradtester zeigten sich von den Ergebnissen der Nachbesserung begeistert. Da dieses Schwingungsproblem grundsätzlich in allen Riemenantrieben auftreten und so zu Geräuschen und übermäßigem Verschleiß führen kann, bietet Freudenberg Simrit diese Ruckdämpfer auch für alle anderen Einsatzbereiche von Riemenantrieben, in denen es zu Schwingungsproblemen kommt.