„safelock“ von Rose+Krieger

Zahnriemenlineareinheiten mit Sicherheitshaltesystem

24. März 2010

Die neue Fassung der Maschinenrichtlinie 2006/42/EG trat am 29.12.2009 verbindlich in Kraft. Die Neuregelungen sind vorrangig für Hersteller von Automationstechnik, Handlingsystemen, integrierten Fertigungssystemen und Bearbeitungsmaschinen relevant. Im Fokus stehen die vertikalen Linearachsen, die bisher nur gebremst, aber bei Wartungsarbeiten nicht gehalten werden. Gängige Praxis in Fertigungsprozessen ist bisher, die Vertikalachsen allein durch die im Antriebsmotor vorhandene Bremse zu halten. Mechanischer Verschleiß und/oder Verölen kann dazu führen, dass das Haltemoment der Bremse überschritten wird. Ungewolltes Absinken der Achse kann die Folge sein. Das Demontieren eines Motors samt Bremse bei Wartungsarbeiten führt gar zum Absturz der Achse. Es entsteht ein hohes Risiko für Leib und Leben von Menschen, die sich im Gefahrenbereich aufhalten. Als Forderung der seit Ende 2009 in Kraft getretenen Maschinenrichtlinie ist deshalb bei der Risikobeurteilung das ungewollte Absinken der Vertikalachsen sicher zu verhindern.

Aufgrund dieser neuen Anforderungen bietet RK Rose+Krieger nun für seine Lineareinheiten-Familie RK DuoLine die Option „safelock“ an. Im Inneren der Achse übernimmt bei gewählter Option ein Halteelement mit Notbremseigenschaften die geforderte Sicherungsfunktion. Im Normalbetrieb der Achse sorgt ein druckbeaufschlagtes Pneumatikaggregat dafür, dass dieses Haltesystem geöffnet ist. Erst bei Druckverlust, etwa durch Maschinenstillstand, wird der Federspeicher der Mechanik wirksam und fixiert den Verfahrschlitten mit einer Haltekraft von 1.500 N. Aktuell gibt es diese Option für die Lineareinheit 120x80-II und wird komplett im Inneren der Einheiten integriert. Mit dieser derzeit einzigartigen Lösung am Markt bleibt die gesamte Technik der Haltevorrichtung unsichtbar und vor äußeren Einflüssen weitestgehend geschützt. Äußere Störkanten entstehen keine.