Schaeffler geht an die Börse

Der globale Automobil- und Industriezulieferer Schaeffler will seine Finanzierungsstruktur neu aufstellen und bis zu 166 Millionen Stück Vorzugsaktien bei institutionellen Investoren zu platzieren und am Regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse notieren zu lassen.

21. September 2015

Die neuen und bestehenden Vorzugsaktien sollen im Rahmen eines Bookbuilding-Verfahrens institutionellen Investoren insbesondere in Europa und Nordamerika zum Kauf angeboten und breit gestreut werden. Von den bis zu 166 Millionen Vorzugsaktien stammen bis zu 100 Millionen aus dem Bestand der Schaeffler Verwaltungs GmbH, einer Holdinggesellschaft der Familie Schaeffler. Weitere 66 Millionen Stück resultieren aus einer Kapitalerhöhung der Schaeffler AG. Mit Abschluss der Transaktion wird ein Streubesitz in Höhe von rund 25 Prozent des Gesamtkapitals angestrebt. Die Schaeffler AG plant künftig eine Dividende in Höhe von 25 bis 35 Prozent des Jahresüberschusses an die Aktionäre auszuschütten.

Ziel der Transaktion sei es, die Kapitalkraft der Schaeffler AG und der Schaeffler Holding-Gesellschaften nachhaltig zu stärken und so die Voraussetzungen zu schaffen, den profitablen Wachstumskurs der Schaeffer Gruppe fortzusetzen, sagte Vorstandschef Klaus Rosenfeld und ergänzte: »Wir verschaffen uns so noch mehr finanzielle Flexibilität, um zusätzliche Wachstumschancen zu erschließen.«

»Die geplante Platzierung und Börsenzulassung von Vorzugsaktien der Schaeffler AG ist ein Meilenstein in der Geschichte unseres Unternehmens«, erläuterte Georg F. W. Schaeffler, Gesellschafter und Aufsichtsratsvorsitzender der Schaeffler AG, und erklärte: »Wir vollenden so das seit mehreren Jahren konsequent verfolgte Zweisäulenmodell mit einer strategisch ausgerichteten Holdinggesellschaft an der Spitze.«

Maria-Elisabeth Schaeffler-Thumann, Gesellschafterin und stellvertretende Vorsitzende des Aufsichtsrats der Schaeffler AG, stellt klar: »Die Schaeffler Gruppe bleibt auch zukünftig ein Familienunternehmen. Als Gesellschafter übernehmen wir unverändert Verantwortung, damit sich unsere Unternehmensgruppe im Interesse unserer Kunden, Lieferanten und unserer vielen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter erfolgreich weiterentwickelt.«