Schlanker für SuperSpeed

Bei neuer USB 3.0-Leitung setzt Leoni auf parallele Paare

26. August 2010

Gemäß der neuen Universal Serial Bus (USB) 3.0-Spezifikation sollen Datenraten von 5 GBit/s übertragen werden, dem so genannten SuperSpeed-Modus. Anders als beim Übergang von USB 1.1 zu USB 2.0 funktioniert der SuperSpeed-Modus allerdings nur mit neuen USB-Steckern und Kabeln, die zusätzlich zur erweiterten Bandbreite den Datenfluss in beide Richtungen ermöglichen. Die Business Unit Industrial Solutions, ist bei der Entwicklung seiner USB 3.0-Leitung aus der Produktfamilie FieldLink neue Wege gegangen: Die nach der Spezifikation erforderlichen zwei weiteren geschirmten Datenpaare bestehen in der Leoni-Version aus parallelen Adern. Die für normal flexible Anwendungen einsetzbare Leitung hat dadurch einen geringeren Kabeldurchmesser und damit auch ein geringeres Gewicht im Vergleich zu Wettbewerbsprodukten.

In 2009 präsentierte das USB Implementers Forum die finale Version der neuen Spezifikation für den USB 3.0. Diese schreibt nicht nur vor, dass USB 3.0-Steckverbinder fünf zusätzliche Kontakte enthalten müssen, die neuen USB-Kabel müssen demnach um zwei separat geschirmte Adernpaare (Shielded Differential Pairs, SDP) erweitert werden. Diese werden neben dem bisherigen Datenleitungspaar (D+/D-) und zwei Masseleitungen in das Kabel integriert. Zwecks Einhaltung von EMV-Grenzwerten (Elektromagnetische Verträglichkeit) wird die Kabelseele zusätzlich noch einmal geschirmt.

Leoni geht mit der Entwicklung seines neuen USB 3.0-Kabels für die feste Verlegung und normal flexible Anwendungen in der rauen Industrieumgebung auf diese Anforderungen ein und entwickelte eine Leitung, die industrietauglich nach USB 3.0-Standard überträgt und dabei mit 5,7 mm Außendurchmesser sehr schlank ist. Im Gegensatz zum Einsatz geschirmter Twisted-Pair-Adern in herkömmlichen USB-Leitungen, setzt Leoni bei seiner Neuentwicklung auf parallele Adernpaare, wie sie das Unternehmen schon seit 2004 für die Hochgeschwindigkeitsdatenübertragung in Rechenzentren herstellt. Diese einzeln geschirmten Paare mit Kupferleiter sind wahre Hochleistungsadern und können in bestimmten Versionen sogar 10 GBit/s übertragen.