Schmelzindexprüfung von Kunststoffgranulaten

Um die Fließrate von Granulaten zu messen, bietet Zwick Roell manuelle und automatische Prüfgeräte mit interessanten Funktionen.

25. Februar 2019
Schmelzindexprüfung von Kunststoffgranulaten
Bauteile aus thermoplastischen Kunststoffen müssen bestimmte Anforderungen erfüllen. Die Qualitätssicherung beginnt daher schon bei den angelieferten Granulaten mit der Messung der Fließrate. (Bild: Zwick Roell)

Das Fließverhalten eines thermoplastischen Kunststoffs wird durch den Schmelzindex charakterisiert. Je nach Prüfverfahren wird entweder die Masse pro Zeiteinheit (MFR-Messung) oder das Volumen pro Zeiteinheit (MVR-Messung) ermittelt. Zur Bestimmung der Schmelzraten bietet Zwick Roell unterschiedliche Prüfgeräte an. Das Portfolio reicht vom manuell zu bedienenden kompakten Prüfgerät über das modulare Gerät mit klassischen Gewichten bis hin zur automatischen Allroundlösung mit elektromechanischer Kraftregelung. Letzteres wurde für besonders hohe Probenaufkommen entwickelt und ist für die Bestimmung der Volumen- und Massenfließrate nach den Methoden A, B, C und D ausgelegt. Unterstützt werden alle gängigen Normen und Verfahren wie ISO 1133 sowie ASTM D 1238 und ASTM D 3364.

Die Prüfgeräte Mflow und Aflow erkennen mögliche Gaseinschlu?sse in der Kunststoffschmelze. Gaseinschlüsse erhöhen kurzzeitig die Kolbengeschwindigkeit und verfälschen dadurch die Fließrate. Aufgrund der hochauflösenden Weg- und Zeitmessung der Prüfgeräte werden Änderungen der Kolbengeschwindigkeit automatisch erkannt. Das bietet die Möglichkeit bestimmte Messabschnitte auszuschließen, um Fehler bei der Berechnung der Fließrate zu vermeiden. Unterstützt wird der Anwender auch durch die APC-Funktion (Adaptive Prozess Control), die kurz vor Beginn der eigentlichen Messung die Laufgeschwindigkeit des Prüfkolbens misst. Auf Grundlage dieser Daten wählt das System dann die bestmögliche Steuerungsart – weg- oder zeitgesteuert – und stellt so das optimale Messintervall für den zu erwartenden MVR-Wert ein.

Die intuitive und am Workflow orientierte Touch-Bedienung erlaubt dem Bediener einfach zwischen Gerät und PC zu wechseln. Der Aufschmelzvorgang und das Verhalten während der Messung können sowohl direkt am Gerät als auch in der Prüfsoftware live verfolgt werden.