Schmiedeteile verzugsfrei fertigen

Mit dem Spezialstahl Bainidur 1300 lassen sich hochfeste und duktile Komponenten für den Automobilleichtbau prozesssicher, verzugsfrei und im Ergebnis mit geringer Bearbeitungszugabe fertigen. Laut Anbieter Deutsche Edelstahlwerke ist der neue bainitische Werkstoff eine zukunftsweisende Alternative zu herkömmlich eingesetzten Stahllösungen.

21. Dezember 2017

Zum einen ist die Verarbeitung des bainitischen Werkstoffs vergleichsweise einfach und kosteneffizient. Zum anderen ermöglicht der zur Schmolz + Bickenbach Gruppe gehörende Stahlhersteller damit leistungsstarke und innovative Leichtbaukomponenten. Schmiedeteile aus herkömmlich eingesetzten Vergütungsstählen verziehen sich beim Schmieden und müssen aufwendig nachbearbeitet werden. Werkstücke aus Bainidur 1300 können ohne ein zusätzliches Vergüten, ohne Verzugsrisiko und in gleichbleibend hoher Qualität gefertigt werden. Das gilt auch für Bauteile mit größerem Volumen (> 60 mm rund) und erheblichen Querschnittsänderungen. Dabei handelt es sich laut Anbieter um ein echtes Alleinstellungsmerkmal, das Bainidur 1300 auch von anderen Bainiten unterscheidet. Eine weitere Besonderheit des neuen Werkstoffs ist das große Prozessfenster hinsichtlich der Temperaturführung beim Schmieden und Abkühlen. So können die bainitische Gefügestruktur und die Bauteileigenschaften sicher eingestellt werden. Dadurch sinkt auch der Prüfaufwand.

Die durchschnittliche Festigkeit des Bainidur 1300 beträgt 1.200 MPa und kann bei Bedarf kundenspezifisch gesteigert werden. Eine zusätzliche Vergütung nach dem Schmieden ist dafür nicht erforderlich. Ein weiterer Vorteil des neuen Spezialstahls sind die gute Zerspanbarkeit und Nitrierbarkeit. Darüber hinaus punktet er mit einer guten Kerbschlagzähigkeit. Diese Attribute wirken sich ebenfalls positiv auf die Prozesskosten und die Bauteilqualität aus.