Schmierfrei aufs Feld

Maschinenelemente

Gleitlager – Komponenten ohne Schmierung sind in der modernen Landwirtschaft nicht mehr wegzudenken und bieten zahlreiche Vorteile. Igus ist mit seinen Triboelementen schon lange in diesem Bereich aktiv, ein umfangreiches Programm ist am Start.

19. März 2014

In der Landwirtschaft ist der Leitsatz »sauber ackern ohne Fett« weit verbreitet. Schmiermittelfreiheit ist dabei ein zentrales Argument. Denn Ackerbau und Viehhaltung bedeuten Produktion unter anspruchsvollen äußeren Bedingungen. Maschinenelemente müssen möglichst resistent gegen Verschmutzung und robust in allen Belangen sein. Hoher Wartungsaufwand oder gar Stillstandszeiten sind unerwünschte Kostentreiber für jeden Betrieb.

Schmiermittelfreiheit ist ein Aspekt, der die gegenwärtige mit der Landwirtschaft der Zukunft verbindet. Schon heute stellen Umwelt und Konsument hohe Ansprüche an die Lebensmittelherstellung, und dieser Trend wird sich weiter verstärken. Immer strengere Umweltauflagen und letztlich das Kaufverhalten gesundheitsbewusster Verbraucher stellen die Verwendung von öl- und fetthaltigen Schmierstoffen in der Landwirtschaft prinzipiell in Frage.

Diesem Komplex verschreibt sich auch Igus aus Köln mit seinen Triboelementen. Deren Polymergleitlager aus tribologisch optimierten Kunststoffen finden sich heute schon in einer Vielzahl von Landmaschinen, von der Feldspritze über die Säschar bis hin zum Frontlader. Wer selbstschmierende, verschleißfeste und korrosionsbeständige Iglidur-Gleitlager oder Drylin-Lineargleitlager verwendet, setzt laut Igus schon heute auf die Agrartechnik der Zukunft.

Diese ist unter dem Begriff »Smart Farming« derzeit in aller Munde. Ziel ist, Böden und Gewässer nicht unnötig mit Ölen zu belasten, Ressourcen zu schonen und die Nachhaltigkeit der Standorte zu erhalten. Eine weitere wichtige Aufgabe ist, die Ertragsfähigkeit zu erhalten. Die Fachwelt spricht von »Precision Farming« und fasst darunter alle Verfahren zusammen, die durch bodenspezifische und zielgerichtete Bewirtschaftung hohe Erträge und Nachhaltigkeit erreichen sollen. Diese per Computer und Satellit gesteuerte »intelligente« Landwirtschaft ist auf optimale Bodennutzung und die minimale Ausbringung von Pestiziden, Herbiziden und Düngern ausgerichtet. Die Landmaschine sammelt Informationen, wertet sie aus und setzt sie optimiert in der Bewirtschaftung um.

Die Umsetzung von Precision Farming erfordert den Einsatz von Hightech-Maschinen und Präzisionsgeräten sowie dementsprechenden Komponenten. Es gilt, Monitore zu verschieben, automatisch fahrende Traktoren mit Energie und Daten zu versorgen, Sensoren und Kameras zu verstellen und mit Strom und Daten zu füttern.

Für solch anspruchsvolle Aufgaben entwickelt Igus wartungsfreie Produkte mit garantierter Lebensdauer, die zudem kosteneffizient sind. Im unternehmenseigenen Labor arbeiteten die Kölner an der ständigen Weiterentwicklung ihrer Gleitlager, Energieführungen und Leitungen. Denn die rasante Entwicklung in der Agrartechnik und gerade in der Agrarelektronik bedeutet auch für Bewährtes neue Anforderungen.

Erschienen in Ausgabe: 01/2014