Schmierung satt

Maschinenelemente

Schmiersysteme – Für eine effiziente und sichere Tierfutterproduktion hat SKF viele Schmierlösungen im Programm, unter anderem ein Paket aus Produkten und Dienstleistungen.

20. September 2017

In der modernen Tierhaltung spielt die Ernährung eine immer wichtigere Rolle. Gepresste Futterpellets, die industriell hergestellt werden, dienen als Nahrung für das Vieh. Um deren Produktion sicherzustellen, müssen die Pelletpressen störungsfrei arbeiten. Die optimale Schmierung der Lager ist dabei ein wichtiger Faktor für die Leistungsfähigkeit der Maschinen, denn Lager in Pelletpressen laufen unter harten Bedingungen: Sie müssen schwere Lasten und hohe Temperaturen aushalten.

Hinzu kommen Beeinträchtigungen durch Feuchtigkeit und Verschmutzung. In dieser Umgebung kann ein mangelhafter Schmierprozess negative Konsequenzen haben: Zu wenig Schmierstoff verkürzt die Lebensdauer von Lagern; eine zu große Menge hingegen kann das Produkt mit Fett verschmutzen.

Aus seiner Branchenerfahrung heraus hat der schwedische Konzern SKF ein umfassendes Portfolio entwickelt, mit dem die Anlagenbetreiber ihre individuellen Prozesse maßgeschneidert optimieren können. Beispielsweise werden Pelletpressen heute oftmals vollautomatisch durch sogenannte »Progressiv-Schmiersysteme« versorgt. Solche Systeme sind in der Regel robust und zuverlässig. Dennoch kann es immer wieder zu Prozessunterbrechungen kommen – etwa dann, wenn Schmiermittel in Vorratsbehältern nicht ordnungsgemäß nachgefüllt wird. Durch Mangelschmierung können Lagerschäden auftreten, und wegen des hohen Bedarfs an Schmierstoff sind häufige Kontrollen notwendig.

Das Lösungspaket umfasst nicht nur Wälzlager, sondern auch die Bereiche Instandhaltung, Ausrüstung, Dichtungen oder vorausschauende Wartung. Damit können die Betreiber von Pelletpressen ihre Wartungsintervalle verlängern, Betriebskosten senken und die Prozesssicherheit erhöhen.

Hoher Ausgangsdruck

Einen anderen Ansatz wählt SKF bei einem selbst entwickelten Sektionalsystem. Es ist mit den neuen Lincoln EDL1 ausgestattet, dem sogenannten Electric Driven Lubricator. Dabei handelt es sich um eine elektrisch angetriebene und laut Hersteller einfach einzusetzende Druckverstärkerpumpe. Sie erzeugt bei sehr geringem Eingangsdruck einen hohen Ausgangsdruck.

Die Versorgung des Schmiersystems übernimmt eine große Fasspumpe. Sie fördert das Fett in die Hauptleitung zu den dezentral installierten EDL1-Pumpen. Diese verstärken den Druck auf bis zu 280 bar und stellen so sicher, dass auch die weiter entfernten Schmierstellen sehr zuverlässig mit Schmierstoff versorgt werden. Vom selben Fass aus können gleich mehrere Pelletpressen versorgt werden, ohne dass es zu Nachfüll-Problemen kommt.

SKF setzt in diesem Zusammenhang ihr neu entwickeltes Steuergerät LMC 301 ein. Es besteht aus dem Grundmodul mit zehn Eingängen und acht Relaisausgängen, sechs Funktionstasten und einem beleuchteten Display zum Konfigurieren und Anzeigen wichtiger Betriebsdaten. Bis zu neun EDL1 können damit unabhängig voneinander kontrolliert werden.

Darüber hinaus hat SKF noch eine weitere Lösung mit Fokus auf den Tiernahrungs-Sektor geschaffen, die speziell auf Basis der Erfahrung in diesem Gebiet entwickelt worden ist: das Spezialfett LGFQ2. Es ist nahrungsmittelkonform und wasserbeständig. Das Fett ist für große Belastungen und hohe Temperaturen geeignet.

Immer dem Kunden zugewandt

Ob Hersteller oder Anwender – laut SKF ist jeder Kunde einzigartig. Hersteller konstruieren Pelletpressen unter unterschiedlichen Voraussetzungen, die wiederum einen Einfluss auf die Auslegung der Schmierungslösung haben.

Deshalb legt das Unternehmen großen Wert auf einen intensiven Kundenkontakt: So lässt sich die jeweils richtige Vorgehensweise finden, um vorzeitige Lagerausfälle durch falsche Schmierung zu verhindern.

Aus diesem Grund setzen viele Maschinenhersteller in Zusammenarbeit mit SKF auf technologisch anspruchsvolle Lösungen wie Öl-Umlaufsysteme. Diese bieten eine ideale Möglichkeit, die Lager zu versorgen und gleichzeitig zu kühlen. Eine weitere und vielversprechende Option sind nachschmierfreie, abgedichtete Lager, die eine kontinuierliche Schmierstoff-Förderung überflüssig machen.

SKF kennt die Anforderungen an die Instandhaltung bei ihren Kunden. Die Experten sorgen für bedarfsgerechte Lösungen, indem sie Prozesse gründlich analysieren und aus dem umfangreichen Angebot an Schmiersystemen, Schmierstoffen, Dichtungen und Lagern geeignete Kombinationen auswählen. mk

Auf einen Blick

SKF ist ein Anbieter von Wälzlagern, Dichtungen, Schmiersystemen und Mechatronik-Bauteilen mit Dienstleistungen bei technischem Support, Wartung und Instandhaltung sowie Engineering-Beratung und Training. Weltweit ist SKF in mehr als 130 Ländern präsent und arbeitet mit rund 17.000 Vertragshändlern zusammen. 2016 erwirtschaftete SKF einen Umsatz von 72.787 Millionen Schwedische Kronen und beschäftigte 44.868 Mitarbeiter.

Agritechnica: Halle 15, Stand 15D35

Erschienen in Ausgabe: 07/2017