Schnell, robust und einfach

Spezial

Kompakt-SPS – Effiziente Automatisierungsaufgaben erfordern eine möglichst schnelle Verarbeitung aller Prozessschritte. Eine kompakte Hochleistungs-SPS mit optimiertem I/O-System erhöht dabei Tempo, Flexibilität und Verfügbarkeit von Automatisierungslösungen deutlich.

13. November 2014

Eine entscheidende Rolle in vielen Automatisierungsapplikationen spielt die Geschwindigkeit der gesamten Anwendung, und zwar auch außerhalb von Motion-Control-Aufgaben. Das Ziel ist deshalb eine möglichst hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit aller einzelnen Arbeitsschritte, die wiederum maßgeblich von den eingesetzten Komponenten abhängt. Ein wesentlicher Faktor bei der Beschleunigung einer Automatisierungsanwendung ist neben der eigentlichen Bearbeitungsgeschwindigkeit vor allem die Zeit, die für die Verarbeitung der einzelnen Prozessschritte benötigt wird. Viele Applikationen erfordern deshalb eine Steuerung, die kurze Reaktionszeiten mit einer zügigen Auswertung der Eingangssignale kombiniert.

Das Herzstück jeder Maschine oder Anlage bilden die speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) und ein leistungsfähiges I/O-System. Der Automatisierungsspezialist Phoenix Contact hat sein Portfolio dafür jetzt um die Hochleistungssteuerung Axiocontrol AXC 3050 für das Echtzeit-I/O- System Axioline F erweitert, mit der sich selbst höchste Ansprüche unkompliziert umsetzen lassen. Die schnelle Datenübertragung, das robuste Design sowie die einfache Handhabung der AXC 3050 ermöglichen den Einsatz in unterschiedlichsten Applikationen mit besonderen Anforderungen an die Flexibilität und Geschwindigkeit der installierten Komponenten, wie zum Beispiel Windenergieanlagen, Infrastruktur-Projekte oder der Maschinen- und Anlagenbau.

Kurze Reaktionszeit

Als wichtige Kriterien bei einer SPS zählen die Verarbeitungsgeschwindigkeit des Steuerungsprogramms selbst, die Übertragungsrate des verwendeten Bussystems sowie eine möglichst hohe Synchronität bei der Datenübergabe zwischen den Geräten. Das gilt insbesondere für Anwendungen, bei denen kurze Reaktionszeiten oder beispielsweise eine schnelle Auswertung von Zählimpulsen gefordert sind. Hier überzeugt die AXC3050 mit einer Bearbeitungszeit von einer Mikrosekunde pro 1.000 Anweisungen sowie durch integrierte Technologie-Funktionen.

Schnelles I/O-System

In Kombination mit den I/O-Modulen der Produktfamilie Axioline F ermöglicht die SPS Reaktionszeiten innerhalb von Mikrosekunden sowie Zählraten im Kilohertz-Bereich. Zusätzlich macht die Kombination aus der Axiocontrol-Steuerung AXC 3050 und dem I/O-System Axioline eine Maschine oder Anlage nicht nur schneller, sondern auch robuster und einfacher handhabbar. So steigern besondere elektromagnetische Eigenschaften, der mechanische Aufbau und die Spannungsausfall-Sicherheit die Zuverlässigkeit der gesamten Applikation. Die integrierten Technologie-Funktionen wie schnelle Zähler oder die Eventtask-Verarbeitung ermöglichen die Umsetzung entsprechender Anwendungen ohne die Nutzung spezieller I/O-Module. Zusätzlich erlaubt die kompakte Bauform die Montage und Inbetriebnahme selbst bei beengten Platzverhältnissen im Schaltschrank.

Integrierte USV

Die hohe Zuverlässigkeit der Steuerung für Einsätze unter rauen Umgebungsbedingungen gewährleistet Phoenix Contact durch unterschiedliche Funktionstests unter verschärften Kriterien sowie durch zusätzliche Vibrations- und Schockprüfungen. Bei einem Spannungsausfall stellt die integrierte unterbrechungsfreie Stromversorgung (USV) sicher, dass die SPS zuverlässig heruntergefahren wird. Zugleich werden die wichtigsten Daten sicher auf einer SD-Karte gespeichert und eine frei programmierbare Maßnahme im Applikationsprogramm abgearbeitet.

Flexibel vernetzbar

Programmiert wird die AXC 3050 mit der Entwicklungsumgebung PC Worx. Die Möglichkeit zur Anwendung aller fünf Sprachen des Standards IEC 61131-3 ermöglicht dabei die Weiterverwendung von bereits erstelltem Programmcode. Die Unterstützung zahlreicher IT-Protokolle vereinfacht die Einbindung in das Unternehmensnetzwerk und gewährleistet einen schnellen Zugriff auf die Produktionsdaten.

Drei separate Ethernet-Ports ermöglichen eine flexible Vernetzung der Maschine oder Anlage. Beispielsweise lässt sich ein IP-Adressbereich für die Standard-Konfiguration innerhalb der Applikation nutzen, während über einen weiteren IP-Adressbereich mehrere Maschinen zu einem Netzwerk zusammengeschaltet werden. Der dritte Port ermöglicht dann zum Beispiel die Fernwartung, die Ankopplung eines zusätzlichen Bediengeräts oder die Anbindung an die Office-IT. Der Prozessdaten-Austausch über Standard-Protokolle wie Profinet oder Modbus TCP erlaubt den Aufbau dezentraler I/O-Stationen und vereinfacht die Ankoppelung von Geräten anderer Hersteller. Die USB-Schnittstelle ermöglicht Updates der Firmware oder des Steuerungsprojekts mittels eines USB-Sticks oder der optional erhältlichen SD-Karte ohne direkte Verbindung zu einem Computer. Zudem können USB-Stick und SD-Karte auch als Logging-Speicher oder zur Erweiterung des SPS-Speichers eingesetzt werden.

Ebenfalls zu den Standard-Funktionen des Axiocontrol-Steuerungssystems gehören außerdem das automatische Einlesen der angeschlossenen I/O-Module sowie komfortable Diagnose- und Debug-Funktion. Insgesamt erhöht der Einsatz der AXC 3050 damit bei vielen Applikationen die Geschwindigkeit, Flexibilität und Verfügbarkeit deutlich.bt

Auf einen Blick

- Die Phoenix Contact GmbH & Co. KG im ostwestfälischen Blomberg ist ein führender Hersteller von elektrischer Kontaktierungs-, Anschluss- und Installationstechnik.

- Die modular aufgebaute SPS-Baureihe AXC 3050 eignet sich für mittlere bis komplexe Applikationen, bei denen viel-fache Vernetzungsmöglichkeiten sowie eine besonders kurze Bearbeitungs- und Reaktionsgeschwindigkeit gefragt sind.

Erschienen in Ausgabe: 08/2014