Schneller, feiner, sicherer

CAD CAM

3D-Drucker – Der 3D-Druck hat den Formen- und Prototypenbau revolutioniert. Aktuelle Drucker von German Reprap bieten zahlreiche Verbesserungen und viele Sicherheitsfunktionen.

17. September 2015

Die wahrscheinlich wichtigste Innovation für den Modell- und Formenbau sowie für die Prototypenfertigung in den vergangenen Jahren ist der Einsatz des 3D-Drucks für die werkzeuglose flexible Herstellung von nahezu beliebig geformten Bauteilen und Mustern aus verschiedenen Werkstoffen, von Kunststoffen bis zu Sintermetallen. Entscheidend dafür war die Entwicklung geeigneter kostengünstiger 3D-Drucker. Ein Pionier in Deutschland für 3D-Drucker für professionelle Zwecke ist die German RepRap GmbH aus Feldkirchen bei München. Die jüngste Entwicklung des Unternehmens ist die zweite Generation des Modells X1000 mit einem besonders großen Arbeitsraum, in dem sich größere Bauteile oder eine größere Anzahl von Teilen parallel herstellen lassen. Der X1000 verarbeitet Filamente aus den Werkstoffen PLA, Color PLA und Effect PLA sowie als Stützmaterial PVA. Zu den neuen Funktionen des X1000 V2 gegenüber der 2014 vorgestellten ersten Version gehört beispielsweise ein integriertes Material-Management, das an zwei Punkten das Filament vermisst und verhindert, dass Drucke fehlschlagen, weil das Material ausgeht. Eine Pausenfunktion ermöglicht jederzeit den Austausch der Filamentrolle ohne negativen Einfluss auf das Druckergebnis.

Der Direct Drive DD3-Extruder mit Full-Metal-Hotend lässt sich im Anpressdruck variieren. Optional sind in der Version2 jetzt ein Dual-Extruder sowie ein Heizbett erhältlich. Das Hotend kann Düsen mit Öffnungen von 0,4 bis 1 Millimeter aufnehmen. Feinere Details kann der X1000 in Schichtdicken bis 0,1 Millimeter drucken. Der German RepRap X1000 V2 lässt sich über Ethernet oder WLAN in ein Netzwerk integrieren. Die zugehörige Drucksoftware Simplify3D bietet unter anderem eine Druckvorschau sowie eine manuelle Stützmaterialplatzierung.

Arbeitsschutz und Präzision

Im Unterschied zu vielen 3D-Druckern, die außerhalb der Industrie eingesetzt werden, besitzt der RepRap X1000 einen geschlossenen Arbeitsraum. Dies dient nicht allein der Sicherheit des Benutzers, sondern verhindert auch störenden Luftzug, der das Druckergebnis beeinträchtigen kann. Dazu verriegelt sich die Tür bei laufendem Druckprozess automatisch. Für etwaige Brandschutzauflagen ist optional eine integrierte, automatische zweifache CO2-basierte Brandschutzanlage erhältlich. Dies erhöht die Flexibilität bei der Wahl des Aufstellungsorts, etwa wenn entsprechende Brandschutzeinrichtungen nicht vorhanden sind oder dadurch auf Sprinkleranlagen verzichtet werden kann. bt

Auf einen Blick

- Die German RepRap GmbH mit Sitz in Feldkirchen bei München entwickelt und vertreibt 3D-Drucker auf Basis der RepRap-Technologie (Fused Filament Fabrication) sowie 3D-Scanner, Filamente, Software und Zubehör.

- Zum Einsatz kommen die Geräte unter anderem in den Bereichen Produktentwicklung, Prototyping, Modell- und Formenbau, Architektur und Design.

Erschienen in Ausgabe: 07/2015