Schrauben statt kleben

Neue Verbindungslösung für Kunststoffteile

15. Oktober 2010

Im modernen Automobilbau werden aus Gewichtsgründen zunehmend Komponenten aus Kunststoff eingesetzt. Speziell unter Temperatureinwirkung neigen diese Bauteile jedoch dazu, eingebrachte Spannungen über die Zeit abzubauen. Im Falle von Schraubverbindungen führt dies zu einem Rückgang der Vorspannkraft. Im Kfz-Motorenbau werden deshalb gezielt so genannte Stützhülsen in die zu verschraubenden Bauteile eingesetzt, die die Vorspannkraft aus der Schraubverbindung aufnehmen, ohne dabei eine schädigende Belastung des Kunststoffes zuzulassen. Damit eine sichere Schraubverbindung erzeugt werden kann, sollte die Einschraubtiefe im Trägerbauteil das Zweifache des Gewinde-Außendurchmessers betragen. Bezogen auf ein metrisches Gewinde M6 bedeutet dies beispielsweise eine Einschraubtiefe von 12 Millimetern. Die Stützhülse muss zudem länger sein als die Einschraubtiefe der Schraube. Eine Lösung für Anwendungen mit besonders knappem Bauraum bietet hier die Teleskop-Stützhülse TENSIOtec „teleskop“, die der Verbindungstechnikspezialist Ejot aus Bad Laasphe vorgestellt hat. Die spezielle Auslegung der neuartigen Verbindungselemente ermöglicht eine Flanschdicke, die kleiner als die Einschraubtiefe der Schraube ist. Die Kombination aus Schraube und Hülse wird in die Bohrung des Bauteils eingebracht und hält sich durch Kraftschluss in der Bohrung. Formelemente zur Fixierung der Schraube-Hülse-Kombination entfallen.