Schub für Metalle

Marktforschungsunternehmen erwartet rasantes Wachstum des Marktes für additive Produktion mit Metallen

02. August 2015

Das Marktforschungsunternehmen Research and Markets hat die additive Produktion mit Metallen als das am schnellsten wachsende Segment des 3D-Drucks identifiziert. Denn während Kunststoffteile gute Prototypen oder Anschauungsobjekte abgeben, eignen sich erst Teile aus Metallen als Funktionsteile in vielen Industrien. Bei 3D-Druckern für Metallteile sieht Research and Markets eine Wachstumsrate von 48 % und bei zugehörigen Materialien von 32 %. Das geht hervor aus dem Report 3D Printing of Metals: 2015-2025, den das Unternehmen unlängst veröffentlicht hat.

Bedingt durch die zunächst hohen Kosten, die Größe und Langsamkeit wurden Maschinen für die additive Produktion mit Metallen zunächst nur von Industrien verwendet, die hochwertige Güter in geringen Stückzahlen produzieren, wie die Luft- und Raumfahrt und die Medizintechnik. So habe zum Beispiel GE Aviation in eine Halle mit Maschinen des Typs EOS M-280 investiert, die bis 2020 100.000 Kraftstoffdüsen produzieren sollen. Der 3D-Druck-Spezialist Arcam hat nach eigenen Angaben bereits über 50.000 orthopädische Implantate additiv produziert. Beide Industrien verwenden Titanlegierungen, die durch diese Nachfrage einen Marktanteil von derzeit 31 % erreichen. Die Luft- und Raumfahrtindustrie hat außerdem großen Bedarf an Aluminium-, Nickel- und Kobaltlegierungen. Siemens produziert bereits Schaufeln für Gasturbinen durch 3D-Druck. Die Nasa hat angekündigt, dass sie demnächst 80 bis 100 % ihrer Raketenteile in einem solchen Verfahren produzieren will.

Der Report von Research and Markets soll alle wesentlichen Verfahren und Materialien abdecken. Ebenso behandelt er explizit die Anwendungen in den Industrien Luft- und Raumfahrt, Automobilbau, Juweliere, Zahntechnik, Öl und Gas, Orthopädie, Elektronikplatinen und Werkzeugbau. Die Prognosen bis 2025 umfassen die Gesamtanzahl der installierten Geräte, jährliche Verkäufe, Gerätepreise, Umsätze durch Druckerverkäufe sowie Materialverkäufe nach Mengen und Umsätzen.