Schunk investiert 85 Millionen Euro in seine Fertigungsstandorte

Schunk, Anbieter von Greifsystemen und Spanntechnik, will bis Mitte nächsten Jahres rund 85 Millionen Euro in die Standorte Brackenheim-Hausen, Mengen, St. Georgen und Morrisville/USA investieren. Rund 42.000 Quadratmeter Produktions- und Verwaltungsfläche entstehen zusätzlich. Den Anfang macht das US-amerikanische Werk im Bundesstaat North Carolina, wo die neuen Gebäude vor wenigen Tagen offiziell ihrer Bestimmung übergeben wurden.

29. Mai 2019
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Mit einem Festakt hat Schunk Anfang Mai den Neubau am Standort Morrisville eröffnet. Zusammen mit den Neubauten in Brackenheim-Hausen und Mengen wird Schunk bis Mitte 2020 insgesamt 85 Millionen Euro in seine Standorte investieren. (Bild: Schunk)

Neben der Erweiterung der Produktionsfläche entstand bei der Schunk Intec USA ein großzügiger Verwaltungsneubau, der durch seine offene Architektur zu Kreativität und zum Querdenken animiert. Im neu geschaffenen Kundenzentrum können Anwender die Komponenten live erleben und in Technologieforen sowie Workshops zusätzliches Know-how erhalten. Unter dem Motto »One Team – One Family – One Future« war der rund 4.000 Quadratmeter große Neubau Anfang Mai mit einem offiziellen Festakt und anschließendem Familientag eingeweiht worden. An der Seite der geschäftsführenden Gesellschafter Heinz-Dieter Schunk und Henrik A. Schunk zeigte sich US-Geschäftsführer Milton Guerry begeistert von den Möglichkeiten, die die Investition für die Zukunft bietet. Anthony Copeland, Wirtschaftsminister von North Carolina, würdigte Schunk als großartiges Beispiel eines Unternehmens, das Arbeitsplätze schafft und die Vorzüge von North Carolina als Wirtschaftsstandort herausstellt.

Die größte Auslandsniederlassung von Schunk war 1992 gegründet worden, um die Nähe zu den amerikanischen Kunden und zu den Niederlassungen deutscher Konzerne sicherzustellen. Diese Strategie ist voll und ganz aufgegangen: Mit der Fertigung vor Ort gewährleistet man kurze Lieferzeiten und eine hohe Flexibilität, insbesondere wenn es um spezifische Komponenten geht, die speziell für den amerikanischen Markt produziert werden. Heute übernimmt der Standort USA innerhalb der Unternehmensgruppe eine führende Rolle für den gesamten nord- und südamerikanischen Markt. Insgesamt fast 10 Millionen Euro kostete der Ausbau des Standorts.

Boom bei Automatisierung und Digitalisierung

Hinzu kommen 40 Millionen Euro am Kompetenzzentrum für Greifsysteme in Brackenheim-Hausen, nur fünf Kilometer vom Stammsitz Lauffen entfernt. Die Erweiterung umfasst hier eine Fläche von 22.000 Quadratmetern und entspricht einer Verdoppelung der bisher vorhandenen Produktionsfläche. Weitere 30 Millionen Euro investiert Schunk am Kompetenzzentrum für Drehtechnik und stationäre Spannsysteme in Mengen, Landkreis Sigmaringen. Hier kommen 12.000 Quadratmeter für Produktion, Forschung und Entwicklung hinzu. 5 Millionen Euro wurden am Standort St. Georgen im Schwarzwald investiert, wo die Produktionsfläche mit einem Plus von 4.200 Quadratmetern verdoppelt wurde. Das Gesamtvolumen von 85 Millionen Euro sieht der geschäftsführende Gesellschafter, CEO, Henrik A. Schunk, als konsequente Investition in die Zukunft des Unternehmens: »In den kommenden Jahren werden wir weltweit einen Boom der Automatisierung und Digitalisierung erleben, der nur mit den entsprechenden Kapazitäten zu bewältigen ist«, erläutert der Firmenchef. Schon seit mehreren Jahren setzt das Unternehmen erfolgreich auf diese beiden Trends und bündelt gezielt Ressourcen und Know-how. Vor allem bei mechatronischen und zunehmend auch intelligenten Spannmitteln und Greifsystemen erwartet Henrik Schunk hohe Wachstumsraten. Das Familienunternehmen beschäftigt über 3.500 Mitarbeiter und gilt seit Jahren als Pionier und Ideengeber in der Produktionsautomatisierung. Zuletzt hatte es eine Kooperation mit Another Brain, einem der weltweit führenden Spezialisten für Künstliche Intelligenz bekannt gegeben. Zum Kundenkreis zählen unter anderem Unternehmen aus dem Maschinen- und Anlagenbau, der Robotik, Automatisierung und Montagehandhabung sowie alle namhaften Automobilmarken und deren Zulieferer. Rund um den Globus betreibt das Unternehmen 34 eigene Ländergesellschaften sowie neun Werke.