Schutzmaßnahmen

Maschinenelemente

Kabelschutz – Manche Produktgruppen führen oft ein Dasein im Verborgenen. Dabei kommt zum Beispiel dem Kabelschutz eine wichtige Rolle zu, denn Kabel und Leitungen sind vielfältigen Angriffen ausgesetzt.

30. März 2012

Gerade bei Industriemaschinen und in der Solar- und Photovoltaik müssen empfindliche Leitungen und Kabel gut vor äußeren Einflüssen wie Hitze, Nässe oder gefährlichen Chemikalien geschützt werden. Andernfalls würde es verstärkt zu Maschinenausfällen und -schäden kommen und Stillstand bedeutet Kosten. Um dies zu verhindern, hat sich eine kleine Industrie für die Herstellung von Kabelschutzkomponenten entwickelt.

Mechanisch feste Einheit

Als Weltneuheit bezeichnet die Fränkische Industrial Pipes (FIP) ihre zweiteiligen, ovalen Rohre PV-COOR und COOR-flex. Die beiden längs geschlitzten Teile der Wellrohre lassen sich einfach montieren und bilden im zusammengefügten Zustand eine sicher verschlossene Einheit. Während sich das UV-beständige PV-COOR vor allem für Versorgungsleitungen im Außenbereich eignet, bietet sich COOR-flex für kostengünstige Nachinstallationen im Innenbereich an. Beide Produkte sind sicher zu handhaben und damit sehr anwenderfreundlich. Die flexiblen Wellrohre bilden trotz der Längsschlitzung im zusammengefügten Zustand eine mechanisch feste Einheit.

Ein Verdrehen ist genauso wenig möglich wie das Austreten von Kabeln. Auch bei sehr engen Biegeradien und hoher mechanischer Belastung sind Leitungen und Kabel laut FIP bestens geschützt. Die zweiteiligen, halogenfreien Kunststoffwellrohre mit doppelter Wandstärke und einem Füllgrad von fast 100 Prozent sind chemisch beständig gegen Säuren, Laugen und Kraftstoffe. Als Zubehör gibt es ein 90-Grad-Winkelstück, T-Verteiler und Endkappen. Standardprodukte und maßgeschneiderte Systeme finden Einsatz im Automotive-Sektor, der Sanitär- und Schwimmbadtechnik, bei weißer Ware, im Anlagen- und Werkzeugbau oder der Geo- und Solarthermie.

Der neue halogenfreie Wellrohrhalter FCL von FIP sorgt für Ordnung im Kabelschutz: Er adaptiert und befestigt zuverlässig, sicher und schnell alle Standard-Wellrohre an unterschiedlichen Oberflächen im Außen- und Innenbereich. Der Anwender schraubt den Halter an, legt das Wellrohr ein und das System ist sofort einsatzbereit. Der schlagzähe Halter passt sich in seinen Konturen der Wellenform des Rohres an und gibt ihm so zusätzlich Halt. Ein Verschlussdeckel für den Wellrohrhalter ist wahlweise zu montieren und harmoniert ebenfalls mit der Form des eingepassten Rohres.

Der Wellrohrhalter kann an allen vier Seiten um weitere Halter in unterschiedlichen Nennweiten ergänzt

werden. Sie werden lediglich an den Außenseiten des Halters adaptiert. Der Wellrohrhalter ist wärmestabilisiert und ausgelegt auf Temperaturen zwischen –40 und 120 Grad Celsius. Auch Norres Schlauchtechnik arbeitet ständig an der Weiterentwicklung seiner Produkte. Dabei steht die Optimierung der Produkteigenschaften für die hauseigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung an erster Stelle.

Im Bereich Kabelschutzsysteme stellt der Anbieter den Kabelschutzschlauch Norplast PVC 131 jetzt mit verbesserten Produkteigenschaften her. Es handelt sich dabei um einen Vollkunststoffschlauch mit einem in der Wandung eingebetteten Hartkunststoffwedel. Die Wandung besteht aus hochwertigem Weich-PVC, die Spirale wird aus Hart-PVC gefertigt. Der Schlauch ist innen glatt, so lassen sich Kabel oder elektrische Leitungen besonders einfach einziehen. Auch die Außenglätte wurde optimiert, damit der Kabelschutz noch besser zu reinigen ist.

Der Norplast PVC 131 schützt elektrische Kabel und Leitungen langfristig gegen mechanische Einflüsse wie Abrieb, Druck-, Biege- und Schlagbeanspruchung, dichtet elektrische Systeme gegen das Eindringen von Wasser oder anderen Flüssigkeiten ab und hält Witterungseinflüsse und UV-Strahlung ab. Auch der Kabelschutzschlauch von Norres ist gas- und flüssigkeitsdicht und beständig gegen Säuren- und Chemikalien. Darum eignet er sich besonders für den Einsatz in der Lebensmittelindustrie oder für Pharma- und Chemieanwendungen. Dank der guten Beständigkeit gegenüber Laugen sind auch aggressive Reinigungsmittel kein Problem.

Perfekt geschirmt

Die EMV-Kabelverschraubung Schlemmer-TEC Profi zur Abschirmung von Hochvoltleitungen von Schlemmer aus Poing verhindert elektromagnetische Störungen – mit einer neuen, patentierten 360-Grad-Kontaktierung für das EMV-gerechte Einführen von geschirmten Kabeln und Leitungen. Durch einen elastischen Metallkontaktkäfig aus Edelstahl, der in den Kunststoffklemmkörper eingesetzt ist, lassen sich verschiedene Kabeldurchmesser kontaktieren.

Durch das Andrehen der Hutmutter übt die Dichtung Druck auf den Kontaktkäfig im Klemmkörper aus und die Kontaktstege werden schonend nach innen auf das Schirmgeflecht des Kabels gedrückt. Das Schirmgeflecht der leitungsführenden Kabel wird nicht beschädigt, diese Maßnahme soll für maximalen EMV-Schutz sorgen. Diese Zwischenkontaktierung soll den Montageaufwand reduzieren. Durch einen austauschbaren Kontakteinsatz kann der Anwender die Schlemmer-TEC Profi zudem auch in Kombination mit Schlemmer-TEC Edelstahlverschraubungen einsetzen.

Die hohe Abschirmung erreicht Schlemmer mit einem EMV-Schutzstreifen, auf den eine Reflektorschicht laminiert ist. Die Abschirmungswerte erreichen bei hochfrequenten Feldern mehr als 99,99 Prozent. Der Schutzstreifen lässt sich laut Hersteller einfach, schnell, kostengünstig und jeweils zugeschnitten auf die gewünschte Länge montieren. Bei Reparaturen erlaubt der wieder verschließbare Klettverschluss schnellen direkten Zugang zu den Leitungen.

Für den Ex-Schutz bietet Schlemmer Kabelverschraubungen mit Atex-Zulassung an. Sie sind weltweit in der chemischen und petrochemischen Industrie, in Raffinerien, der Erdöl- und Erdgasförderung sowie in Lackieranlagen, Schreinereien oder Mühlen im Einsatz. Den Explosionsschutz stellt Schlemmer durch hochwertige Materialien wie Kunststoff sowie Messing blank oder vernickelt sicher. Als Zubehör gibt es Erweiterungen, Reduktionen, Blindstopfen und Übergangsstücke in Kunststoff und Messing.

Erschienen in Ausgabe: 02/2012