Schwieriges Jahr gut gemeistert

maxon motor-Gruppe steigert 2012 Umsatz erneut

02. Juli 2013

Trotz zurückhaltender Marktentwicklung, hoher Rohstoffpreise und dem starken Franken steigerte maxon den Umsatz im Vergleich zum Vorjahr in 2012 auf 360,5 Millionen Schweizer Franken (plus 6,2 Prozent). Der Cashflow blieb mit 36,9 Millionen Schweizer Franken praktisch unverändert. Per Ende 2012 beschäftigte das Unternehmen an den Standorten Sachseln, Sexau/D, Veszprém/H und neu Sejong/Südkorea 2.077 Mitarbeitender (plus 58). Die Investitionen in Forschung und Entwicklung, die rund 10 Prozent des Gesamtumsatzes ausmachen, stiegen auf einen Rekordwert. 2012 hat maxon eine komplett neue DCX-Motoren- und Getriebereihe vorgestellt, mit der Möglichkeit, Motoren, Getriebe und Encoder direkt über das World Wide Web zu konfigurieren und zu bestellen. maxon geht für das Geschäftsjahr 2013 aufgrund der schwierig einzuschätzenden Marktentwicklung von einem Umsatz im Rahmen des Vorjahres aus.

Die Medizinaltechnik ist mit einem Anteil von 45 Prozent das umsatzstärkste Standbein der Gruppe, gefolgt von der Industrieautomation und -technik (rund 25 Prozent). „Erfreulich entwickelten sich die Bereiche Industrial Automation sowie die Luft- und Raumfahrttechnik. Die Projektepipeline ist voll und vielversprechend“, so Karl-Walter Braun, Hauptaktionär.

Um mit dem Wachstum Schritt halten zu können, hat die maxon-motor-Gruppe in den vergangenen drei Jahren rund 35 Millionen Schweizer Franken in die Infrastruktur investiert. So ist in Ungarn eine neue Fabrik erworben, in Südkorea eine Produktionsstätte aufgebaut und in den USA das Headquarter um ein Musterbaugebäude erweitert worden; in Sexau steht eine neue Fertigungshalle für die Sondergetriebe vor der Vollendung.

Nordamerika ist weiter gewachsen. Die Medizinaltechnik als treibende Kraft und Aerospace-Anwendungen legten deutlich zu. Auch in Europa konnte der Umsatz gesteigert werden, wobei sich der Norden stärker entwickelte als der unter der Schuldenkrise leidende Süden. Mit der Integration des langjährigen Vertriebspartners Kwapil & Co. werden die osteuropäischen Länder Ungarn, Polen, Tschechische Republik, Slowenien und Slowakei neu über Wien direkt betreut.

Asien entwickelte sich insgesamt positiv, jedoch mit regionalen Unterschieden. Zu den Gewinnern gehörten Südkorea, Indien und China, das allerdings im Vergleich zu den Vorjahren ein deutlich moderateres Wachstum verzeichnete. In Japan konnte maxon den Umsatz halten. Der Heimmarkt Schweiz zeigte sich äußerst robust und legte, dank der Medizinaltechnik und der industriellen Anwendungen, weiter zu.

„Fast jeden zehnten Franken aus unseren Umsatzerlösen stecken wir in die Entwicklung“, sagte Karl-Walter Braun. Wichtigste und größte Aufgabe der beiden Entwicklungsstandorte Sachseln und Sexau war die Lancierung der nächsten Generation DCX-Antriebe, eines völlig neuen Motoren- und Getriebe-Programmes. Zur Herstellung der Motoren und Getriebe hat maxon neue, flexible Produktionseinrichtungen entwickelt und produziert.