Sehnsucht nach Sicherheit

Editorial

In unseren Träumen und im Kino haben Helden Hochkonjunktur. Ob sie nun Ritter Lancelot heißen oder James Bond, sie sind wagemutig, tollkühn, verwegen...

18. April 2011

Im Alltag ist damit schnell Schluss: In Familie und Beruf streben die Menschen meist nach verlässlichen Strukturen – Sparen statt riskanter Anlagen, fester Vertrag statt Zeitarbeit. Hinter allem steht das mächtige Wort Sicherheit.

Noch extremer zeigt sich das Bedürfnis nach Sicherheit in der Industrie – berechtigterweise, denn Sicherheit ist bei Maschinen und Anlagen die Basis für die Gesundheit der Mitarbeiter und eine produktive Fertigung. Und Sicherheit boomt: Der ZVEI verzeichnet für die Sicherheitstechnik 2010 einen Anteil von zwei Prozent am Industriemarkt für Elektrotechnik und Elektronik mit einem Gesamtumsatz von drei Milliarden Euro.

Aus diesen Gründen findet sich das Thema Sicherheit überall wieder. Zum Beispiel Mitte März beim Kongress Sicherheit + Automation in Stuttgart, als sich rund 250 Menschen trafen, um über Sicherheit in der Automation zu diskutieren. Es war erstaunlich und zugleich beruhigend, mit welcher Hingabe und Leidenschaft sich die Experten durch die neue Maschinenrichtlinie wühlen und sich der Vielzahl von Normen und Gesetzen widmen.

Auch auf der Hannover Messe fand sich das Thema auf nahezu jedem Stand. Neben ausgewiesenen Sicherheitsspezialisten wie Pilz oder Euchner haben auch die meisten Automatisierer oder Antriebshersteller komplette Safety-Programme an Bord.

Wen wundert es da, dass das Spezial dieser :K-Ausgabe die Sicherheit in den Vordergrund stellt. Viel Platz bekommt die Sensorik, ein zentrales Standbein für sichere Prozesse, Contrinex etwa schützt Mitarbeiter mit leistungsfähigen Lichtvorhängen. Am Beispiel eines Antriebsreglers von LTi wird deutlich, wie viele Sicherheitsfunktionen die Normen beschreiben und was sie in der täglichen Praxis bedeuten. Auch unser Schwerpunkt Verbindungstechnik kommt ohne Sicherheit nicht aus. Baltec präentiert dazu einen Controller zur Nietprozessüberwachung.

Erschienen in Ausgabe: 03/2011