Sensoren mit Weitblick

Sensorik

Optosensoren – Reflexionslichtschranken mit Autokollimationsoptik erkennen auch glänzende und spiegelnde Oberflächen von nicht leitenden Materialien. Große Schaltabstände und hohe Schaltfrequenzen eröffnen zahlreiche Einsatzgebiete.

31. August 2011

Eine häufige Aufgabe unter anderem in der Lebensmittel- und Verpackungsindustrie sowie in der Logistik ist die Detektion der An- oder Abwesenheit verschiedener Gegenstände über größere Entfernungen und auch bei nicht leitenden Materialien. Speziell für derartige Anforderungen hat der Schweizer Sensorikspezialist Contrinex mit Sitz in Givisiez im Kanton Fribourg eine Reihe von photoelektrischen Näherungsschaltern entwickelt, die sich in zahlreichen Anwendungsfeldern einsetzen lassen. Die Sensoren der Serie 4050 im quaderförmigen Standardgehäuse mit den Maßen 40 x 50 x 15 Millimeter bieten Schaltabstände bis zu 50 Meter und sind wahlweise als Reflexionstaster mit und ohne Hintergrundausblendung, als polarisierte oder nicht polarisierte Reflexionslichtschranke, als Einweglichtschranke sowie als Farbsensor erhältlich.

Das glasfaserverstärkte PBTP-Gehäuse der Isolationsklasse II gewährleistet die Schutzart IP67. Der mitgelieferte Klemmhalter sowie der optionale Befestigungswinkel für den vierpoligen S12-Stecker vereinfachen Anschluss und Montage. Das wahlweise aus Glas oder Plexiglas gefertigte Fenster vor der Sensorik ist kratzfest und leicht zu reinigen.

Die Reflexionslichtschranken arbeiten mit einer Autokollimationsoptik und erkennen deshalb zuverlässig auch glänzende und spiegelnde Oberflächen in Entfernungen bis zu vier Meter. Bei diesen Sensoren fokussiert eine Linse das gepulste Licht der Sendediode, das über einen Polarisationsfilter auf einen Reflektor gerichtet wird. Ein Teil des reflektierten Lichts erreicht über einen weiteren Polarisationsfilter den Empfänger. Die Filter sind so ausgewählt und angeordnet, dass nur das durch den Reflektor zurückgeworfene Licht auf den Empfänger gelangt. Diese Anordnung verhindert, dass die Geräte helle und glänzende Objekte infolge Direktreflexion nicht erkennen.

Mit Ausnahme der Variante mit Farberkennung arbeiten die Näherungsschalter mit sichtbarem roten Licht, was die Justierung stark vereinfacht. Zudem sind die Sensoren unempfindlich gegen Störlicht von Leuchtstoffröhren und Energiesparlampen. Die Empfindlichkeitseinstellung erfolgt über ein Drei-Gang-Potenziometer mit Positionsanzeige. Durch die regelbare Lichtleistung lassen sich vor allem bei kürzeren Schaltabständen die Temperaturstabilität und Haltbarkeit deutlich erhöhen. Die Geräte der Serie 4050 sind Ecolab-getestet und verfügen über einen EMV-, Kurzschluss- und Verpolungsschutz sowie eine eingebaute Einschaltnormierung. Eine Status-LED informiert über die Funktion.

Ein Highlight der Serie sind die Taster mit Hintergrundausblendung. Deren patentiertes Doppeloptiksystem bietet einen außergewöhnlich großen Einstellbereich von 25 bis 500 Millimeter. Da die schock- und vibrationsresistenten Sensoren zudem bis zu einer Entfernung von 300 Millimeter keinerlei Schwarz-Weiß-Verschiebung aufweisen, lassen sich damit auch kleinste schwarze Objekte vor einem weißen Hintergrund detektieren.

Auf einen Blick

-Die photoelektrischen Sensoren der Baureihe 4050 des schweizerischen Sensorikspezialisten Contrinex sind wahlweise als Reflexionstaster, als Reflexionslichtschranke, als Einweglichtschranke sowie als Farbsensor erhältlich.

-Die großen Schaltabstände von bis zu 50 Meter ermöglichen unterschiedliche anspruchsvolle Anwendungsfelder.

Erschienen in Ausgabe: 06/2011