Seriensieger

Erfolgsfaktor Leistungsdichte

23. März 2011

Wie viel Leistung man durch Raumeinsparung gewinnen kann wird deutlich am Elektro-Rennwagen des GreenTeams der Uni Stuttgart: Die Stuttgarter Studenten haben die neue Rennserie „Formula Student Electric“ in beeindruckender Weise dominiert und souverän den Titel eingefahren. Der innovative Flitzer wird von zwei „Industriemotoren“aus dem Serienprogramm von AMK angetrieben und wirft ein völlig neues Licht auf den Erfolgsfaktor Leistungsdichte.

Die Ingenieure bei AMK beschäftigen sich schon seit Jahren mit dem Thema Leistungsdichte und der Frage, wodurch sich die Leistungsdichte von Motoren – und damit die Wirtschaftlichkeit von Maschinen und Anlagen weiter steigern lässt? Der E0711-1, wie der Elektrorenner aus Stuttgart heißt, wird von zwei permanenterregten Synchronmotoren auf Basis der Baureihe DP7 angetrieben. Die Motoren sind hochpolige Vollpol-Synchron-motoren mit eingebetteten Magneten. Dieses Motorprinzip bringt maximale Drehmomentdichte für kraftvolles Beschleunigen aus dem Stand. Die Flüssigkeitskühlung und die sehr gute thermische Anbindung der Wicklung an diese effektive Kühlmethode ergibt eine sehr hohe dauerhaft abrufbare Leistungsdichte.

Die dazugehörigen Wechselrichter auf Basis der Baureihe KW60 sind an eine Batterie mit 600 Volt angeschlossen. Die Wechselrichter bilanzieren und wandeln den Energiefluss zwischen Batterie und Elektromotor. Erst die ideale Kombination von Motor-Controller und Motor ergibt das optimale elektrische Antriebspaket und sichert die entscheidenden Sekunden auf der Rennstrecke. Das extrem kompakte AMK-Konzept des flüssigkeitsgekühlten Wechselrichters war eine gute Basis für die Modifikation als „rennwagengerechte“ Variante. Während also im Normalfall die Rennserien dazu dienen, Produkte zur Serienreife zu bringen, konnte im Falle der Stuttgarter Studenten mit Serienprodukten eine Rennserie gewonnen werden.

Fazit: Werden die richtigen Komponenten verbaut, wird jede Maschine zum „Renner“ und kann einen nachhaltigen Vorsprung in ihrem Markt „herausfahren“.