Service für den Werkzeugbau

Die Fachmesse [wfb] in Augsburg zeichnet sich besonders durch ihre Nähe zur Zielbranche Werkzeug- und Formenbau aus. Auch auf die Simulation von Kunststoffspritzguss spezialisierte Dienstleister und Softwareanbieter nutzen die Messe zur Kontaktpflege.

20. April 2016

Im Werkzeug- und Formenbau wird Simulation heute oft genutzt, um spätere Produktionsfehler im Vorhinein auszuschließen. Auf der Fachmesse [wfb] in Augsburg am 7. und 8. Juni 2016 in Augsburg besteht für Interessenten die Gelegenheit, das Gespräch mit einschlägig erfahrenen Dienstleistern aufzunehmen. Gerade in den zahlreichen süddeutschen Werkzeug- und Formenbaubetrieben schätzt man die Möglichkeit, mit kurzer Anreise eine auf die Branche fokussierte Fachmesse besuchen zu können. Durchgeführt wird die [wfb] vom Carl Hanser Verlag, der Muttergesellschaft von , die diesen Newsletter herausgibt.

„Wir bieten unseren Kunden einen Mehrwert“, erklärt zum Beispiel Dr. Paul F. Filz, Geschäftsführer von Simcon. „Grundsätzlich setzen wir auf eine enge Partnerschaft zwischen unseren Kunden und uns. Aus dieser Partnerschaft entstehen Synergien, die der Werkzeugmacher für seine Produkte verwenden kann. Als Ergebnis kann er Änderungsschleifen reduzieren und die Zykluszeit verringern.“ Simcon entwickelt die Software Cadmould 3D-F und bietet zugehörige Beratungs- und Simulationsdienstleistungen an.

Alexander Hein, Geschäftsführer der Konstruktionsbüros Hein, betont das enorme Potenzial von Simulation bei der Problemvermeidung. „Leider kommt es viel zu häufig vor: Ein Kunststoffbauteil wurde entwickelt und erfüllt auf dem Papier alle Anforderungen. Bei der Musterung kommt es dann zur bösen Überraschung: Das Bauteil weist Fehler wie Verzug, Schwindung, Lufteinschlüsse, Gratbildung oder Einfallstellen auf, oder es kommt zum kompletten Bauteilversagen – und erhebliche Folgekosten können entstehen“, erklärt Alexander Hein. Wenn frühzeitig die entsprechenden Weichen gestellt werden, lassen sich viele Fehler vermeiden. Mit einer anwendungsorientierten Spritzgießsimulation unter Einbeziehung der Temperierung und der Angusssituation können die meisten Probleme vermieden werden.“

Georg Schlöser, beim Dienstleister Hachtel für Simulation und Prozessentwicklung verantwortlich, bestätigt diese Erfahrung. „Ein falscher Anspritzpunkt, keine optimale Temperierung oder der Verzug wird nicht berücksichtigt. Es wird im oft im Voraus nicht überlegt, wie der Verzug korrigiert werden könnte, was später zu hohen Kosten führen kann. Wir betrachten Kunststoffbauteile nicht nur in Designsimulationen, sondern immer im gesamten Spritzgussprozess und versuchen, die beste Lösung zu finden."

Viele Werkzeug- und Formenbauer suchen dabei die Erfahrung externer Spezialisten. Gregor Jell, Geschäftsführer des auf die Branche spezialisierten Konstruktionsbüros Jell: „Spezielles Know-how ist sehr hilfreich, wie zum Beispiel Praxiserfahrung oder Materialkenntnis. Bei uns im Haus ist es die Kombination aus Theorie und praktischer Erfahrung. Wir bieten die Simulation als Dienstleistung an, weil es unsere Arbeit komplett macht beziehungsweise optimal ergänzt“.

Vielfach wird die Dienstleistung genutzt, um einen Einstieg in das Simulationsthema zu finden. „Spritzgießsimulation kann heute von jedem gelernt und eingesetzt werden, der in der Bauteil-, Werkzeug- und Produktentwicklung tätig ist“, so die Meinung von Simcon-Geschäftsführer Dr. Paul F. Filz. „Ob eine Investition in die Software oder der Einkauf von Dienstleistungen günstiger ist, ist eine betriebswirtschaftliche Entscheidung. Finanziell bringt der Einsatz von Spritzgießsimulation in jedem Fall Vorteile. Oft wird zunächst Dienstleistung eingekauft und dann nach einer Übergangsphase investiert.“