Showtech 2009

Redundante Powerlink-Netzwerke für sichere Bühnentechnik

29. Juli 2009

Was sich Zuschauern in Form ergreifender Effekte darstellt, erfordert von Bühnentechnikern eine Menge Know-how: Hinter den Kulissen von Show-Events, Konzerten und Theatern kommt heute modernste Automatisierungstechnik zum Einsatz. Mit Datenübertragung in Echtzeit werden Spezial-Effekte, Scheinwerfer, Sound- und Videoanlagen synchronisiert, eine Vielzahl von Antrieben sorgt für die Bewegungen von tonnenschweren Bühnenfragmenten und Deko-Elementen. Ein wichtiges Thema für viele Aussteller auf der Showtech, die im Juni in Berlin stattfand, betraf die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Technik.

Wo Antriebstechnik direkt über den Köpfen von Menschen schwere Lasten bewegt, gelten besonders hohe Sicherheitsanforderungen. Doch nicht nur Mechanik und Elektromotoren müssen einen sicheren Betrieb gewährleisten; auch im Datenverkehr, der der Ansteuerung elektrischer und elektronischer Komponenten dient, dürfen keine sicherheitskritischen Übertragungsfehler auftreten. Auf der Showtech ist deutlich geworden, dass sich auch für Hersteller von Bühnentechnik das Industrial-Ethernet-System Powerlink als geeignetes Protokoll erwiesen hat, um sichere, redundant auslegbare Steuerungsnetze zu entwickeln. Das Echtzeit-Protokoll erlaubt die unkomplizierte Einbindung und Synchronisierung intelligenter Antriebe in dezentralen Netzwerkstrukturen. Unter Sicherheitsaspekten besehen liegt der Vorteil solcher Strukturen in der geringen Anzahl der Kontaktstellen, da Kontakte immer potentielle Schwachpunkte bilden. „Gerade in sicherheitskritischen Echtzeit-Anwendungen stellt POWERLINK immer häufiger seine Fähigkeiten als extrem robustes System mit hoher Störfestigkeit unter Beweis“, erklärt Rüdiger Eikmeier, Geschäftsführer der Powerlink-Nutzerorganisation EPSG. „Deshalb findet Powerlink zunehmend in Produkten Verwendung, die hohe Zuverlässigkeit garantieren müssen. Damit wird es auch in der Bühnentechnik zu einem Standard.“