Sichere Verbindung: Böllhoff und Frimo

ONE SHOT Technik: Stanzbuchse kommt schnell und prozesssicher in den Kunststoff

01. November 2007

Das Einbringen von Gewindeelementen aus Metall geschah bisher umständlich nach der sogenannten Two-shot-Methode per Lochen, anschließendem aufwändigen Handling (Finden des Loches) und Einbringen der Distanzbuchse. Die Böllhoff Verbindungstechnik GmbH aus Bielefeld hat mit der FRIMO Viersen GmbH aus Viersen-Boisheim DIE Alternative entwickelt: Es handelt sich um das Verfahren ONE SHOT, das das Stanzen und Setzen in einem Schritt übernimmt. Von Frimo stammt die Maschinentechnik zum Handling und Einpressen, Böllhoff entwickelt und produziert die Stanzbuchsen.

ONE SHOT eignet sich für dünnwandige Strukturbauteile, vorzugsweise mit einer Wanddicke von 2,0 bis 4,0 mm (maximal sind auch 8,0 mm möglich) aus Glasfaserverstärkten Kunststoffen (SMC, GMT, PP-Langfaser etc.). Böllhoff Entwicklungsingenieur Stephan Bachmeier: „Nach umfangreichen Grundsatzversuchen validieren wir das Verfahren nun in ersten Industrieprojekten. Aufgrund der hohen Anforderungen stellen insbesondere die Gewindeelemente eine große Herausforderung dar.“

Das Verfahren kommt im Automobil, beispielsweise für den Einsatz bei Frontmodulen, Stoßfängern, Multifunktionswannen, Unterfahrschutz oder Unterbodenverkleidung, in Frage. Wie die ONE SHOT Technik im Detail aussieht, welche weiteren Vorteile und Möglichkeiten sie bietet, erfährt der interessierte Anwender in Düsseldorf am Böllhoff Stand B43 in der Halle 5: Maschinenhersteller FRIMO führt seine neu entwickelte Stanzpresse vor, die in Musterplatten ONE SHOT Stanzbuchsen von Böllhoff einbringt. ONE SHOT kontra Vorlochen: Das neue, schnelle Verfahren von Frimo und Böllhoff beweist auf einen Blick seine Vorteile im Vergleich zum bisherigen, umständlichen zweistufigem Einbringen von Stanzbuchsen.