Sicherheit für Montage und Handling

Bremssysteme für Vertikalachsen und spielfreie Wellenkupplungen für alle Antriebskonstellationen stehen im Mittelpunkt des Motek-Auftritts von Mayr Antriebstechnik.

28. September 2019
Sicherheit für Montage und Handling
Die leistungsstarken und robusten Roba-DS Lamellenpaketkupplungen von Mayr Antriebstechnik übertragen das Drehmoment spielfrei und drehsteif. Sie sind kompakt und leistungsdicht und gleichen vorhandenen radialen, axialen und winkligen Wellenversatz aus. (Bild: Mayr Antriebstechnik)

Wenn es darum geht, Produktion und Montage zu automatisieren, Maschinen schnell und effizient zu be- und entladen oder Werkstücke zu handeln, müssen alle Bewegungen exakt ausgeführt werden. Deshalb müssen auch die Wellenkupplungen, die die Drehmomente von der Antriebseinheit zum Beispiel auf die Führung eines Greifers übertragen, hochpräzise arbeiten und dabei gleichzeitig den hohen Belastungen standhalten. Mayr Antriebstechnik bietet ein breites Spektrum an spielfreien, leistungsstarken Kupplungen für eine sichere Verbindung zwischen den Wellen. Diese Kupplungen unterliegen dabei je nach Anwendungsfall ganz unterschiedlichen Anforderungen. Deshalb hat der Anbieter verschiedene Metallbalg-, Elastomer- und Lamellenpaketkupplungen im Programm. Aktuell hat das Unternehmen seinen Standardbaukasten um zahlreiche neue Nabenausführungen und Zwischenhülsen ergänzt – zuletzt um eine neue lange Zwischenhülse für die Roba-ES Elastomerkupplungen.

Keine Kompromisse bei der Sicherheit

Speziell für die Absicherung schwerkraftbelasteter Achsen bietet Mayr Antriebstechnik ein breites Portfolio an zuverlässigen Sicherheitsbremsen und entwickelt dieses permanent weiter. Denn schwebende Lasten stellen in Maschinen und Anlagen ein erhebliches Gefährdungspotenzial dar – besonders dann, wenn sich Personen darunter aufhalten.

Kommt es zu einem unbeabsichtigten Absinken oder Absturz, muss die Last innerhalb kürzester Zeit zum Stillstand gebracht werden, um Personen und Material vor Schäden zu schützen. Die verschiedenen Bremskonzepte sind dabei auf unterschiedliche Maschinenanforderungen zugeschnitten und bieten für jede Anwendung die passende Lösung. Das technologisch führende Reibsystem und konsequent berücksichtigte Sicherheitsprinzipien stehen für leistungsdichte und vor allem sichere und zuverlässige Bremsen.

Sicherheit wird sichtbar

Für das Monitoring der Sicherheitsbremsen bietet Mayr Antriebstechnik das Modul Roba-Brake-Checker, das ohne Sensoren arbeitet. Es erkennt durch die Analyse von Strom und Spannung die Bewegung der Ankerscheibe und weiß, in welchem Zustand sich die Bremse befindet.

Das Modul überwacht neben Schaltzustand, Temperatur und Verschleiß auch auf Zugweg- oder Zugkraftreserve, also ob der Magnet noch in der Lage ist, die Ankerscheibe anzuziehen. Mit dem neuen Modul werden somit jetzt bei der Überwachung deutlich mehr Parameter als mit Mikroschaltern und Initiatoren abgebildet. Bei Erreichen der Zugkraftreserve sendet der Roba-Brake-Checker so frühzeitig ein Warnsignal, dass noch eine bestimmte Betriebszeit der Bremse möglich ist.

Neben dem reinen Signal liefert das Modul über z. B. eine optische Schnittstelle Daten zu Schaltzeit, Strom, Spannung, Widerstand, Leistung und relativem Anzugsstrom. Letzterer lässt Rückschlüsse auf kritische Betriebszustände der Bremse zu. Über ein Auswertungsprogramm sieht der Kunde, ob alles passt oder wenn es etwas zu tun gibt. Zum Beispiel wird ein Luftspalt, der zu groß wird, rechtzeitig vorher erkannt. Sicherheit wird sozusagen sichtbar. Wartung wird planbar – der Anlagenbetreiber bzw. -hersteller kann die Wartung gezielt und abgestimmt auf seinen Arbeitsprozess vornehmen. Darüber hinaus ermöglicht die Fehlerausgabe im Problemfall auch eine Fernwartung. Das Modul ist jetzt auch in einer Ausführung für Wechselspannung erhältlich. In einer weiteren Ausbaustufe übernimmt es gleichzeitig auch die Ansteuerung der Bremse und ersetzt damit einen Gleichrichter. Schaltzustandsüberwachung und Bremsenansteuerung sind also in einem Gerät kombiniert und Anwender sparen zusätzliche Komponenten. Zudem können jetzt auch kleine Bremsengrößen ab einem Bremsmoment von 0,7 Nm mit dem Roba-Brake-Checker versorgt und überwacht werden.

Motek, Halle 6, Stand 6324

Schlagworte