Sicherheit gegeben

Um die Umsetzung von elektrischen Schutzmaßnahmen zu erleichtern, hat Rittal beim Anreihschrank-System TS 8 eine wirksame Lösung entwickelt.

22. Februar 2016

Die Seitenteile, das Schaltschrankdach, die Rückwand und auch Bodenbleche werden während des Zusammenbaus automatisch leitend mit dem Rahmen verbunden. Damit ist ein Potenzialausgleich hergestellt, ohne dass diese Teile mit Erdungsbändern kontaktiert werden müssten.

Realisiert ist diese Lösung mit speziellen Krallen beziehungsweise Unterlegscheiben, die sich beim Zusammenbau durch die elektrisch nicht leitende Oberflächenbeschichtung der Flachteile drücken und so eine sichere Kontaktierung herstellen.

Dadurch sind alle Flachteile leitend mit dem Rahmen verbunden, so dass in vielen Anwendungsfällen auf separate Erdungsbänder verzichtet werden kann. Lediglich für die Schaltschranktür ist noch ein Erdungsband anzubringen. Der Übergangswiderstand zwischen den Flachteilen und dem Schaltschrankrahmen beträgt weniger als 0,1 Ohm. Dies ist der in der Leergehäuse-Norm DIN EN 62208 geforderte Wert.

In der Werkstatt bringt dieser automatische Potenzialausgleich eine Verringerung des Materialaufwands und eine Erleichterung bei der Montage: Das zeitraubende Anbringen von bis zu sieben Erdungsbändern pro Schaltschrank kann entfallen. Neben diesem Material- und Zeitgewinn bei der Montage ist auch eine Demontage und erneute Montage der Flachteile einfacher, da nicht jedes Mal die Erdungsbänder entfernt und wieder befestigt werden müssen.

Im Zuge einer Risikobewertung müssen Anwender klären, ob die konstruktiven Maßnahmen eines automatischen Potenzialausgleichs ausreichen oder ob separate Erdungsbänder für eine Erfüllung der sicherheitstechnischen Anforderungen erforderlich sind.