Sicherheit groß geschrieben: Redundante Maschinenkontrolle

Trotz hoher Sicherheitsanforderungen an Mobilkrane und Hubarbeitsbühnen kommt es noch immer zu Unfällen, die häufig hohen Sachschaden verursachen. Im schlimmsten Fall kommen auch Personen zu Schaden, beispielsweise bei einem Kippen der Maschine.

28. Oktober 2013

Die Hauptunfallursache liegt in einer unsachgemäßen Bedienung der Maschine, beispielsweise wenn die Stützen nicht weit genug ausgefahren, der Korb überladen oder das Teleskop zu weit ausgefahren wird. Um das zu vermeiden, sorgen Sicherheits- und Steuerungssysteme für zusätzlichen Unfallschutz. Die MOBA Mobile Automation AG bietet einzelne Komponenten, aber auch Komplettsysteme zur Steuerung, die durch ihren redundanten Aufbau einen sicheren Einsatz der mobilen Arbeitsmaschinen bieten.

Komplettsystem für sicheres Arbeiten bei maximaler Ausfahrweite

Das TÜV-geprüfte Komplettsystem zur Steuerung von Hubarbeitsbühnen entspricht DIN EN 280 und ermöglicht in jeder Situation ein sicheres Ausfahren und Beladen des Korbs bei größtmöglicher Nutzung der Kapazitäten und damit einen optimalen Einsatz der Bühne. Via Neigungssensoren und Controller kann der Bediener sowohl die Ausfahrweite als auch die Ausfahrrichtung des Arms präzise steuern. Zusätzlich wird mit einer redundant arbeitenden Wägezelle das Zuladegewicht des Korbs mit sehr hoher Genauigkeit überprüft und ein Überladen verhindert. Je nach Zuladegewicht wird die maximale Ausfahrweite ermittelt und so die maximale Ausnutzung der Hubarbeitsbühne möglich. Bevor der Korb zu weit ausgefahren wird warnt das System den Bediener. Beim Versuch, weiter auszufahren, schaltet das System die Maschine automatisch ab.

Bedienung leicht gemacht: Modulares HMImc

Mit den modularen Bedieneinheiten nach dem HMImc Konzept können sowohl Korb- als auch Bodenbedienpulte schnell und nach individuellen Anforderungen realisiert werden - ohne hohe Entwicklungskosten und auch bei kleinen Stückzahlen. Die Bedieneinheiten basieren auf dem Baukasten-Prinzip. Das heißt, mehrere Joystick-, Grafik- und Tastaturmodule werden je nach Kundenwunsch individuell zu einer Einheit zusammengefügt. So sind die HMIs nach nur zwei bis vier Wochen verfügbar. Neuerdings ist auch die Integration weißer Module, die der Kunde anschließend mit seiner eigenen Folie gestalten kann, möglich. Mit einer Zweitbedieneinheit kann der Korb vom Boden aus ausgefahren werden. Das HMI kann, ebenso wie alle anderen Komponenten des Systems, auch einzeln eingesetzt werden.

Exakte Sensorik, robuste Komponenten

Die MSS Neigungssensoren werden am Arbeitskorb, dem Teleskopmast und dem Chassis angebracht. Sie sind redundant aufgebaut und erfassen die Neigung in einem Messbereich von bis zu ± 180° auf einer Achse bzw. ± 30° auf zwei Achsen. Ebenso wie die Sensoren kommuniziert der Controller über CAN. Je nach Anforderung kann auch hier ein redundanter Controller eingesetzt werden. Durch eine spezielle Vergusstechnik sind alle Elektronikkomponenten vor Umwelteinflüssen geschützt, so dass beispielsweise auch beim Transport der Bühne weder Wasser noch Schmutz eindringen können. Die MRW Wägezelle, die bereits seit mehr als zehn Jahren zuverlässig und präzise zur Lastüberwachung eingesetzt wird, erfasst als einzige tragende Verbindung zwischen Teleskoparm und Arbeitskorb die Last, die zugeladen wird. Damit erfüllt die MRW die gesetzlichen Bestimmungen, dass ab einer Korbfläche von einem Quadratmeter das Gewicht kontrolliert werden muss. Bei einer Ergänzung des Systems mit dem redundanten Duplex Sonic Meter (DSM-500) wird zusätzlich die Ausfahrlänge der Stützen kontrolliert. Dies ermöglicht eine variable Abstützung der Bühne und damit einen flexiblen, zuverlässigen Einsatz auch an räumlich beengten Stellen. Der DSM-500 arbeitet mit Ultraschall und damit berührungs- und verschleißfrei.